Das Team von "Andererseits" mit Mitgründerin und Redaktionsleiterin Clara Porák (links im Vordergrund).

Foto: Andererseits/Stefan Fürthbauer

Wien – Das inklusive Onlinemagazin "Andererseits" hat sein Crowdfunding-Ziel erreicht. Über 40.000 Euro wurden mittels neuen Abonnentinnen und Abonnenten und Einmalzahlungen gesammelt. Damit sei es nun möglich, ab Herbst erstmals Honorare auszuzahlen und nicht ausschließlich auf ehrenamtliche Arbeit des rund 25-köpfigen jungen Teams bestehend aus Menschen mit und ohne Behinderung zu setzen, zeigte sich Mitgründerin Clara Porák hocherfreut. Auch wenn das Crowdfunding "andererseits" in "die nächste Liga katapultiert" habe, sei weiterhin Unterstützung gefragt, so Porák. Denn mit 40.000 Euro lasse sich langfristig kein Medium finanzieren. Für nächstes Jahr müsse de facto die doppelte Summe aufgestellt werden. Zusätzlich habe man bereits um mehrere Förderungen angesucht.

"Andererseits" startete vor rund zwei Jahren als Reaktion auf den Umstand, dass kaum Menschen mit Behinderung als Journalistinnen und Journalisten arbeiten. "Je unterschiedlicher die Menschen sind, die Journalismus machen, desto vielfältiger die Perspektiven und desto vollständiger der Blick auf die Welt", so der Gedanke von Porák. Seitdem entstanden Online-Artikel, Podcasts, Newsletter, Videobeiträge und Illustrationen, die ein breites Themenfeld abdecken und aus der Perspektive jener Menschen entstanden, die häufig ausgeschlossen werden. Nächste Woche erscheint ein noch ehrenamtlich produzierter Schwerpunkt zu Liebe und Sex. Mit den zusätzlichen Ressourcen soll es nun möglich sein, mehr Zeit für Reportagen aufzuwenden und den Prozess in der Redaktion noch inklusiver zu gestalten. (APA, 1.6.2022)