Elon Musk verspricht seit Jahren, dass Teslas bald vollautonom fahren können sollen.

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Seit Jahren sorgt Teslas Versprechen vollständig selbstfahrender Autos für Diskussionen. Mittlerweile befindet sich das "Full Self-Driving"(FSD)-Feauture in den USA im Betatest, in Wirklichkeit handelt es sich dabei allerdings um einen Fahrassistenten – der in zahlreiche Unfälle verwickelt war. Unterdessen musste CEO Elon Musk die Einführung eines vollautonomen Modus wiederholt nach hinten verschieben.

Die Verzögerungen sorgen für laute Kritik. US-Behörden bemängelten zudem, dass der Name suggeriere, dass die Fahrzeuge vollautonom fahren könnten. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA leitete 2021 außerdem Ermittlungen ein, weil Teslas mit aktiviertem "Autopilot" wiederholt in Unfälle verwickelt waren.

Politische Motiviation

Dan O'Dowd, Ingenieur und CEO eines Softwareunternehmens aus Kalifornien, will die weitere Einführung des Features nun aufhalten – indem er für einen Sitz im Senat des US-Bundesstaates kandidiert. Sein erklärtes Ziel: "Unsere Straßen durch ein Verbot des 'Tesla Full Self-Driving' sicherzumachen", heißt es auf seiner Webseite.

Grund dafür sei, dass das System etwa alle acht Minuten einen "kritischen Fahrfehler" mache. Dazu würden zum Beispiel vermeidbare Kollisionen mit Gegenständen, die Missachtung von Verkehrszeichen oder -signalen oder die Nichtbeachtung von Sicherheitsfahrzeugen zählen.

Gefährlicher Test

Darüber hinaus würden "Sicherheitsmängel in der 'Full Self-Driving'-Software im Stadtverkehr durchschnittlich alle 36 Minuten eine Störung der Lenkung, der Bremsen oder Gaspedale verursachen, die, wenn sie nicht vom Fahrer behoben werden, wahrscheinlich einen Unfall verursachen würden", heißt es weiter.

Angesichts dieser Probleme sei es laut O'Dowd problematisch, dass der Betatest bereits auf öffentlichen Straßen durchgeführt wird. Dadurch verlasse man sich darauf, dass Fahrer im Falle eines Fehlers schnell genug reagieren und etwaige Unfälle aufgrund von Softwarefehlern verhindern können. Diese hätten bereits dazu geführt, dass Teslas "auf den Gegenverkehr zusteuern, nicht für querende Autos anhalten und gegen Metallpfosten und Gegenstände am Straßenrand fahren". (mick, 1.6.2022)