Ein Unterpunkt der Mathematikmatura war nicht zu lösen. Einige Lehrkräfte machten darauf aufmerksam.

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Wien – Bei den heutigen Kompensationsprüfungen für die Mathematik-Zentralmatura an den AHS waren Teile eines Beispiels nicht lösbar. Die betroffenen Schülerinnen und Schüler bekamen daher den dafür vergebenen Punkt jedenfalls gutgeschrieben, bestätigte man im Bildungsministerium gegenüber der APA einen Bericht der Online-"Presse". Kompensationsprüfungen können jene Schüler absolvieren, die bei der Klausur im Mai durchgefallen sind und sich ihren Fünfer ausbessern wollen.

Bei den Kompensationsprüfungen werden die Aufgaben wie bei der schriftlichen Matura vom Bildungsministerium zentral vorgegeben. Dazu wurden für die heutige AHS-Mathe-Kompensationsprüfung sechs Aufgabenhefte erstellt, weil die Prüfungen österreichweit zeitlich gestaffelt in sechs Zeitslots absolviert werden. Wer im gleichen Zeitfenster antritt, erhält auch das gleiche Aufgabenheft.

Missverständliche Formulierung

In einem der sechs Aufgabenhefte war ein Unterpunkt einer Aufgabe missverständlich formuliert, räumte man im Ministerium ein. Von den zwölf insgesamt zu vergebenden Punkten betraf dies einen Punkt. Aufgefallen ist der Fehler einigen Lehrkräften, die die Aufgaben vor der Prüfung zur Kontrolle meist selbst durchrechnen.

Nach Befassung einiger Bildungsdirektionen mit dem Problem benachrichtigte das Ministerium noch vor dem Start der Kompensationsprüfungen die Schulen. Die Lehrerinnen und Lehrer sollten demnach diesen einen Punkt jenen Schülerinnen und Schülern, die das betreffende Aufgabenheft erhalten haben, jedenfalls gutschreiben. Alle anderen Aufgaben seien unabhängig davon zu lösen gewesen. (APA, 1.6.2022)