Die heimische Szene fällt immer wieder mit kreativen Ideen auf – auch bei Apple.

Foto: Apple

Die höchste Auszeichnung, die Apple an Entwickler für ihre Plattform vergeben kann, ist der Apple Design Award. Im Rahmen der Entwicklermesse WWDC, die in diesem Jahr von 6. bis 10 Juni stattfindet, sind gleich zwei österreichische Studios nominiert.

Serien-Sieger

Sowohl Klemens Strasser als auch das kleine Team von Broken Rules wird sich in den nächsten Tagen auf den Weg zum Apple Park in Cupertino machen. Die heimischen Entwickler sind eingeladen, persönlich an der Verleihung teilzunehmen, die für den Rest der Welt nur via Stream online übertragen wird. Klemens Strasser ist für sein unterhaltsames Puzzle-Game "Letter Rooms" in der Kategorie Inclusivity nominiert, da es für Blinde und Personen mit motorischen Behinderungen spielbar ist. Außerdem gibt es einen eigenen Font, um Legasthenikerinnen das Lesen zu vereinfachen. Hinzu kommt auch noch ein Modus für Kinder, der eigene Level für Neun- bis Elfjährige beinhaltet.

Das Geschicklichkeitsspiel "Gibbon: Beyond the Trees" stammt vom österreichischen Entwickler Broken Rules und ist in den Kategorien Interaction und Social Impact nominiert. Letzteres auch deshalb, da das Spiel sowohl den Klimawandel als auch die Entwaldung unseres Planeten thematisiert.

In sechs Kategorien rittern jeweils sechs Spiele um den Sieg.
Foto: Apple

Beide heimischen Vertreter kennen das Gefühl, nominiert zu sein. Klemens Strasser war bereits 2015 nominiert, damals mit seinem Erstprojekt "Elementary Minute", und gewann den Preis auch. Broken Rules durfte die Trophäe bereits zweimal mit nach Hause nehmen. Einmal für das emotionale "Old Man’s Journey" und einmal für das Puzzle-Game "Eloh". (aam, 2.6.2022)