Der Sturm auf das Kapitol durch Trump-Anhänger wird noch immer gerichtlich aufgearbeitet.

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Washington – Im Zusammenhang mit dem Angriff auf das US-Parlament Anfang 2021 sollen sich Mitglieder der rechtsextremen Proud Boys wegen weiterer Vorwürfe verantworten müssen. Ein Gericht in der Hauptstadt Washington erhob am Montag gegen fünf Mitglieder der radikalen Gruppe Anklage wegen aufrührerischer Verschwörung. Am 6. Jänner 2021 hatten Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump (Republikaner) den Sitz des US-Kongresses in Washington gestürmt; fünf Menschen wurden getötet.

Nicht leicht zu belegen

Von der neuen Anklage erfasst ist auch der ehemalige Proud-Boys-Anführer Henry "Enrique" Tarrio. Die neue Anklage geht aus einer Änderung der bereits bestehenden Anklageschrift gegen die fünf Männer vom März hervor. Beim Sturm auf das Parlament in Washington wurden auch dutzende Menschen verletzt. Der Angriff aufs Herz der US-Demokratie erschütterte das Land.

Tarrio, der den Sturm aufs Kapitol maßgeblich geplant haben soll, wurden in dem Zusammenhang bereits mehrere Delikte zur Last gelegt. Zwischenzeitlich saß er auch schon in Haft. Der Tatbestand der aufrührerischen Verschwörung ist nach Angaben der "New York Times" nicht leicht zu belegen, kann aber bis zu 20 Jahre Haft nach sich ziehen. (APA, 7.6.2022)