Es ist vollbracht. Hinter diesen Händen befindet sich Stephen Curry.

Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/Adam Glanz

Da ist die Trophäe.

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Boston – Die Golden State Warriors haben zum siebenten Mal die Meisterschaft in der NBA gewonnen. Im sechsten Spiel holten die Warriors am Donnerstagabend ein 103:90 (54:39) gegen die Boston Celtics und entschieden die Finalserie mit 4:2 für sich. Für das Team um Superstar Stephen Curry ist es die erste Meisterschaft seit 2018, aber schon die vierte in den vergangenen acht Jahren.

Dabei hatten die Warriors in den beiden vergangenen Jahren die Playoffs gar nicht erst erreicht. Curry hatte mit 34 Punkten die meisten für den neuen Champion und wurde erstmals in seiner Karriere als wertvollster Spieler der Finals ausgezeichnet. Er wurde von den Journalisten nach dem 103:90 gegen die Boston Celtics einstimmig gewählt. Curry kam in den sechs Spielen gegen Boston im Schnitt auf 31,2 Punkte, 5,8 Rebounds und fünf Vorlagen. Sein bestes Spiel war das vierte, als ihm 43 Punkte gelangen.

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"Wir haben einen Weg gefunden, es zu schaffen", sagte der 34-Jährige. "Ich stehe jetzt hier mit zwei Pokalen, und das bedeutet eine Menge." Bei seinen vorausgehenden vier NBA-Titeln waren jeweils Teamkollegen ausgezeichnet worden. Curry hat in seiner Karriere bereits zweimal die Wahl zum wertvollsten Spieler der Hauptrunde gewonnen.

"Wir waren so weit weg"

"Ich bin so stolz auf diese Gruppe. Ich danke Gott jeden Tag, dass ich dieses Spiel auf dem höchsten Level spielen darf mit großartigen Leuten", sagte Curry. "Es ist surreal. Wir waren so weit weg. Du landest ganz unten mit Verletzungen. Es ist einfach nie garantiert, du weißt nicht, ob du jemals wieder dorthin zurückkommst." Steve Kerr holte den neunten Titel seiner Karriere – fünf als NBA-Profi und nun vier als Trainer der Warriors.

Die Celtics müssen sich die Bezeichnung Rekordmeister mit jeweils 17 Titeln weiter mit den Los Angeles Lakers teilen und weiter auf die nächste Meisterschaft nach der von 2008 warten.

Im erneut sehr lauten TD Garden hatten die Celtics den deutlich besseren Start und zogen in den ersten Minuten auf bis zu 14:2 davon, ehe sich die Warriors erfingen, den Zwölf-Punkte-Rückstand langsam abtrugen und zum Ende des Viertels beim 27:22 vorne lagen. Bis zur Halbzeit gelang den Gästen dann ein 21:0-Lauf, das hatte es nach Angaben von ESPN in einem Finalspiel 50 Jahre lang nicht gegeben. Die Celtics litten erneut unter den vielen Ballverlusten im eigenen Angriff. Bis zur Pause waren es zwölf.

Celtics fanden keine Mittel

Trotz aller Bemühungen fanden die jungen Schlüsselspieler der Celtics häufig keine Mittel gegen die Routiniers auf der anderen Seite. Jaylen Brown, Jayson Tatum und Marcus Smart wurden von Curry, Klay Thompson oder Draymond Green ein ums andere Mal abgekocht. Wie so oft in dieser Saison waren die Warriors unmittelbar nach der Halbzeit besonders effektiv. Mitte des dritten Viertels traf Curry seinen fünften Dreier und schraubte die Führung auf 22 Punkte.

Allerdings: Bostons ältester Spieler, Al Horford, stemmte sich zunehmend gegen die Niederlage und brachte die Celtics mit zwölf Zählern fast im Alleingang zu nur noch zehn Punkten Rückstand vor dem letzten Viertel. Die Fans glaubten wieder an ein Comeback – doch die Celtics hatten durchgehend mindestens acht Punkte weniger als die Warriors und konnten die Enttäuschung nicht mehr abwenden. Eine Minute vor dem Ende nahmen die Celtics ihre Stars vom Platz. (APA, 17.6.2022)

NBA-Ergebnis vom Freitag – Finale ("best of seven"):
Boston Celtics – Golden State Warriors 90:103
Endstand in der Serie: 2:4