Phil Mickelson enttäuschte bei den US Open.

Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/Patrick Smi

Golf-Profi Sepp Straka hat bei den US Open den Cut verpasst. Der seit Langem in den USA lebende Österreicher befand sich nach seiner 72er-Runde auf dem Par-70-Kurs vor den Toren von Boston mit gesamt 9 über Par nahe dem Ende des Klassements, für den Cut hatte er sechs Schläge zu viel gebraucht. Noch weiter hinter der Cut-Linie blieb der sechsfache Major-Sieger Phil Mickelson. Der 52-jährige US-Amerikaner ließ seiner 78er-Runde zum Auftakt eine 73 folgen und verabschiedete sich mit 11 über Par aus Brookline.

Mickelsons Auftritt bei den US Open war in der Golf-Welt mit großem Interesse erwartet worden. Schon im Vorfeld hatte er sich aufgrund seiner Teilnahme an der umstrittenen Saudi-Serie LIV mit vielen unangenehmen Fragen und Kritik konfrontiert gesehen. "Ich habe die Woche genossen. Ich wünschte, ich hätte besser gespielt", sagte er nach seinem kurzen Gastspiel bei den Open. "Ich dachte, ich wäre besser vorbereitet, als ich tatsächlich war."

Morikawa in Führung

Mit der besten Turnierrunde übernahm der ehemalige Champion Collin Morikawa die Gesamtführung. Der 25 Jahre alte Kalifornier, der 2020 bei dem Turnier seinen ersten Major-Triumph gefeiert hatte, spielte auf dem Par-70-Kurs eine 66 und liegt gleichauf mit seinem US-Landsmann Joel Dahmen mit 135 Schlägen vorn.

Doch hinter dem Duo lauern hochkarätige Verfolger. Der Weltranglistenzweite und Titelverteidiger Jon Rahm aus Spanien und der im Ranking drittplatzierte Nordire Rory McIlroy wiesen wie drei weitere Akteure 136 Schläge auf, einen weiteren Schlag dahinter folgte Branchenführer und US-Masterssieger Scottie Scheffler (USA).

"Großartig für den Golfsport"

"Das sind die US Open. Keiner ist bislang enteilt", sagte Spitzenreiter Morikawa, der im vergangenen Jahr auch die British Open gewonnen hatte. Rahm, der gemeinsam mit Morikawa auf die Runde gegangen war, meinte: "Es ist großartig für den Golfsport, dass die besten Spieler vorne mitspielen, speziell bei einem Turnier, das am Ende der wirklich Beste gewinnen wird."

Zu den Führenden hätte auch Rory McIlroy gehören können, wenn er sich nicht ein frühes Doppel-Bogey eingefangen hätte. Sein Abschlag am dritten Loch landete im hüfthohen Gras, nach zwei missglückten Schlägen landete der Ball endlich auf dem Grün, mit einem langen Putt blieb es zumindest bei zwei Schlagverlusten.

Die Zuversicht ist bei McIlroy, der seit 2014 auf seinen fünften Majorsieg wartet, dennoch groß. "Du spielst gegen die Besten und willst das Beste aus dir rausholen", sagte der Brite, "das ist das Herz dieses Spiels. Ich bin froh, noch bei denen da vorne dabei zu sein." (APA, sid, red, 18.6.2022)