Andrej Wassilewskis Save Percentage in den heurigen Playoffs rasselte in einem Spiel von 92,6% auf 91,8% herunter.

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Denver – Colorado ist in der NHL noch zwei Siege vom Gewinn des Stanley Cup entfernt. Der Western Conference deklassierte im zweiten Finalspiel in der Nacht auf Sonntag Tampa Bay 7:0 und gewann damit auch das zweite Heimspiel. Wie im ersten Duell führte Colorado nach zehn Minuten bereits mit zwei Toren. Danach entwickelte sich die Partie aber anders als am Donnerstag, als die Entscheidung erst in der Verlängerung fiel.

Nach dem ersten Drittel stand es 3:0, nach dem zweiten 5:0. Tampa Bays Goalie Andrej Wassilewski, der MVP der letztjährigen Playoffs, wollte seinen Arbeitstag nach dem fünften Gegentreffer in der 37. Minute vorzeitig beenden, doch Trainer Jon Cooper entschied sich gegen einen Wechsel.

NHL

"Ich denke, das war außergewöhnlich", sagte Colorados Trainer Jared Bednar zur Leistung seines Teams. "Unsere Jungs haben von Beginn an sehr gut gespielt. Sehr engagiert in der Defensive, offensiv gefährlich." US-Medien attestierten dem Team aus Denver eine Leistung nahe der Perfektion. Nach sieben Play-off-Partien ist man heuer weiter ungeschlagen. Der dritte Titel der Franchise-Geschichte nach 1996 und 2001 ist jetzt schon ganz nah.

Historisch

Cale Makar und Waleri Nitschuschkin trafen je zweimal für die Avalanche, Mikko Rantanen verbuchte drei Assists. Für Goalie Darcy Kuemper war es der erste Shutout in den laufenden Playoffs. Das 7:0 war nach dem 8:0 der Pittsburgh Penguins gegen die Minnesota North Stars 1991 der zweithöchste Zu-Null-Sieg der NHL-Finalgeschichte, ex aequo mit einem 7:0-Sieg der Seattle Metropolitans gegen die Montreal Canadiens 1919.

Spiel 3 findet in der Nacht auf Dienstag in Tampa beim Stanley-Cup-Sieger der letzten beiden Saisonen statt. Die Lightning geben noch nicht auf. "Lasst uns sehen, woraus wir gemacht sind", gab Mannschaftsführer Steven Stamkos die Devise aus. (APA, red, 19.6.2022)