2020 übernahm das Militär nach einem Putsch die Macht in Mali. Assimi Goita ist seitdem Staatspräsident.

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Dakar – Radikale Islamisten haben der Militär-Regierung in Mali zufolge am Wochenende bei mehreren Angriffen insgesamt 132 Zivilistinnen und Zivilisten getötet. Unter anderem seien in der Nacht von Samstag auf Sonntag drei Dörfer in der Mopti-Region von Mitgliedern der Katiba-Macina-Gruppe attackiert worden, hieß es am Montag in einer Erklärung der Regierung. Einige Täter seien identifiziert worden. In Mali hatte das Militär 2020 geputscht und stellt seitdem die Regierung. Die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich im Kampf gegen Islamisten haben die Militärs beendet.

Blauhelmsoldat am Sonntag getötet

Am Sonntagmorgen wurde laut der Uno-Mission in Mali (MINUSMA) während einer Minensuchoperation in der Stadt Kidal ein Blauhelmsoldat aus Guinea bei der Explosion einer Mine getötet. Uno-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff laut einer Mitteilung "scharf" und erinnerte daran, dass Angriffe auf Blauhelmsoldaten als Kriegsverbrechen gewertet werden können.

Das österreichische Bundesheer ist in Mali an der EU-Mission EUTM und an der UN-Mission Minusma mit insgesamt rund 90 Soldaten beteiligt. EUTM wird seit Ende vergangenen Jahres vom österreichischen Brigadier Christian Riener geleitet. (Reuters, red, 21.6.2022)