Neben Österreich gibt es in der Schweiz mit der Aerosuisse einen ähnlich organisierten gemeinsamen Dachverband.

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Wien – Die Luftfahrtbranche Österreichs, von Airlines über Flughäfen bis zur Zulieferindustrie, hat künftig eine gemeinsame Interessenvertretung. Damit habe man einen "deutlich größeren Hebel", um die Branche zu vertreten, sagte Peter Malanik, Geschäftsführer des Verbandes, anlässlich der Vorstellung der neuen Organisation im Gespräch mit der APA. Der große Schwerpunkt der Arbeit in den kommenden Jahren werde der Klimaschutz sein – neben "operationellen Problemen" der Branche.

Problem Personalmangel

Wie in anderen Branchen auch geht es um Personalmangel. "Das Problem können wir nicht lösen – nur kommentieren", so Malanik. Auch Engpässe bei den Lieferketten und die Verteuerung und Verknappung von Energieträgern wie Gas sind Themen. Ganz allgemein gehe es darum, die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Luftfahrt zu sichern. "Lobbyieren ist so negativ besetzt – aber natürlich sind wir eine Lobbyingorganisation", sagte Malanik. Es gehe darum, der Politik gute Argumente zu liefern. Die Wettbewerbsfähigkeit müsse erhalten bleiben – und der Öffentlichkeit klargemacht werden, dass von der Luftfahrt etwa die Rolle Wiens als Drehscheibe für Kongresse, aber auch ganz allgemein der Tourismus in Österreich abhänge.

"Aviation Industry Austria"

Der neue Dachverband Aviation Industry Austria ist durch den Zusammenschluss der beiden bisher größten Luftfahrtverbände entstanden, der Austrian Aeronautics Industries Group und des Österreichischen Luftfahrtverbands. Die Mitglieder beschäftigen gemeinsam etwa 22.000 Menschen und hatten vor der Pandemie sechs Milliarden Euro Umsatz gemacht. Nur in der Schweiz gibt es mit der Aerosuisse einen ähnlich organisierten gemeinsamen Dachverband – sonst sind in der Regel die einzelnen Branchen getrennt organisiert, sagt Malanik. "Das liegt daran, dass Österreich so klein ist." (APA, 7.7.2022)