Wien – Der mit 3.000 Euro dotierte Hauptpreis der Kunsthalle Wien geht an Albin Bergström von der Akademie der bildenden Künste Wien und Julius Pristauz von der Universität für angewandte Kunst Wien. Mit dem zum achten Mal an Absolventen der beiden Universitäten vergebenen Preis werden junge Künstlerinnen und Künstler gefördert. Man freue sich, mit diesen in "Austausch zu treten und von ihnen zu lernen", so das Kollektiv WHW, das die künstlerische Leitung der Kunsthalle innehat.

Eine Ausstellungsteilnahme und eine dazugehörige Publikation winken auch acht anderen von einer Jury ausgewählten Preisträgern, pro Universität wird ein Hauptpreis vergeben. 43 Absolventen der Akademie der bildenden Künste Wien und 52 der Universität für angewandte Kunst Wien hatten sich mit ihren Diplom- und Masterprojekten aus dem Bereich bildende- und Medienkunst um den Preis beworben.

"Aufhebung kolonialer Geschichten"

Bergström überzeugte mit gewagten und fröhlichen Skulpturen, die – so eine Aussendung – durch die "Einbindung textiler Fundstücke" zu "extravaganten, aber stummen Protagonisten" werden, die "auf subtile Weise die Aufhebung kolonialer Geschichten der Ausbeutung durch alltägliche (und vermeintlich unschuldige) Rituale widerspiegeln". Pristauz gewann die Jury mit der multimedialen Installation, die seinen Film "Bad Light" begleitet, für sich. "Seine subtil aufeinander abgestimmten Arbeiten verwischen die Kategorien, anhand derer Identitäten normalerweise definiert werden, und navigieren uns durch die Vielfalt und Komplexität queerer Identitäten und Kulturen", hieß es in der Aussendung.

Bei der Gruppenausstellung im Frühjahr 2023 werden die Arbeiten von zehn Teilnehmern in der Kunsthalle Wien zu sehen sein. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern gehören auch Alexandru Cosarca, Charlotte Gash, Gleb Amankulov und Juliana Lindenhofer von der Akademie der bildenden Künste und Tijana Lazovic, Raphael Reichl, Vanessa Schmidt und Ramiro Wong von der Angewandten. (APA, 7.7.2022)