Die umliegenden Gebäude waren nicht in Gefahr, die im Umfeld wohnenden Anrainerinnen und Anrainer wurden jedoch aufgefordert, ihre Fenster zu schließen.

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Salzburg – Ein Großbrand auf dem Dach der Handelsakademie 1 in der Stadt Salzburg hat am Montag die Feuerwehr stundenlang auf Trab gehalten. Das Feuer war kurz vor 12 Uhr ausgebrochen und griff auch auf das zweite Obergeschoß über. Mehr als 200 freiwillige und Berufsfeuerwehrleute waren im Einsatz.

Bis vier Uhr in der Früh haben am Dienstag die Löscharbeiten an der Handelsakademie in Salzburg-Lehen gedauert. Nach 16 Stunden konnte "Brand aus" gegeben werden. Eine Feuerwehrfrau sei mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Landeskrankenhaus Salzburg gebracht worden, teilte die Polizei am Abend mit. Durch massiven Einsatz der Feuerwehr habe ein Übergreifen des Brandes auf ein Nachbargebäude verhindert werden können, so die Polizei weiter.

Ersten Ermittlungen zufolge sei der Brand durch Instandhaltungsarbeiten ausgelöst worden. Die "Salzburger Nachrichten" und der ORF berichten, dass nach ersten Informationen Bauarbeiten auf dem Dach des Gebäudekomplexes das Feuer ausgelöst haben könnten. Bei Flämmarbeiten auf dem Dach der Handelsakademie soll demnach das Isoliermaterial zu brennen begonnen haben.

Schwere Bedingungen

"Es handelt sich um einen Vollbrand auf einer 1.100 Quadratmeter großen Bitumenfläche", sagte Einsatzleiter Branddirektor Reinhold Ortler zur APA. Durch einen Einsatz im Gebäudeinneren konnte das Feuer im zweiten Stock rasch gelöscht werden, danach musste die Feuerwehr aber alle Helfer aus dem Schulgebäude und vom Dach abziehen. Der Löschangriff konnte nur mehr von zwei Drehleitern und einer Teleskopbühne aus mit Wasserwerfern durchgeführt werden, sagte der Branddirektor. Da die Feuerwehrleute beim Löscheinsatz Atemschutz tragen mussten, war etwa alle 15 Minuten eine Ablöse notwendig. "Sie müssen sich das wie einen Reifenbrand vorstellen, es handelt sich ja um ein Erdöl-Produkt."

APA

Die Rauchentwicklung war zeitweise so stark, dass die Polizei die Lehener Brücke über die Salzach zwischendurch für den Verkehr sperren musste, weil dichte Rauchschaden dort hingezogen waren. Außerdem wurden die Bewohner in der Umgebung aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten.

Das Löschwasser wurde aus der neben der Schule fließenden Salzach gepumpt. "Der Wasserverbrauch ist enorm", sagte Ortler. Das heißt, auch der Wasserschaden am Schulgebäude wird entsprechend sein. (APA, red, 11.7.2022)