Um diese Vase geht es.

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Wien – Vor dem Bundesliga-Start geht am Wochenende die erste Runde im ÖFB-Cup über die Bühne. Die Erfolgsbilanz von Red Bull Salzburg in dem Bewerb liest sich eindrucksvoll: Seit dem Erstauftritt 2005 gab es neun Cup-Triumphe, noch dazu jeweils in Double-Form. Mit dem Spiel beim SV Fügen eröffnet das Team von Trainer Matthias Jaissle am Freitag (16.30 Uhr/live ORF Sport +) die Jagd nach der "Zehn". Alle zwölf Bundesligisten müssen diesmal bei ihren unterklassigen Gegnern antreten.

Nur drei Mal in den jüngsten 13 Saisonen überstanden alle Oberhaus-Clubs die erste Runde. In der vergangenen Saison erwischte es den SCR Altach, der beim Regionalligisten SC Kalsdorf unterlag. In der Folge kämpften die Vorarlberger bis zum Schluss gegen den Liga-Abstieg. Nach dem doch noch geschafften Klassenerhalt übernahm Ex-DFB-Goalgetter Miroslav Klose als Trainer bei den Rheindörflern und legt nun seinen ersten Auftritt in Wien beim Ostligisten TWL Elektra hin.

"Es ist wichtig, einen klaren Kopf zu behalten", sagte Klose am Donnerstag vor seinem Trainerdebüt: "Es ist immer schwierig, wir sind der Favorit und haben eher was zu verlieren. Wir wollen aber in diesem Spiel den nächsten Schritt machen und uns stetig verbessern."

Salzburg hingegen ist im Cup seit dem verlorenen Finale im Mai 2018 gegen Sturm (0:1 n.V.) ungeschlagen. Die erste Hürde ist mit dem Zillertaler Club Fügen überschaubar. "Die eine oder andere Info habe ich schon bekommen. Aber klar, wir fokussieren uns voll auf unsere Stärken. Das ist selbsterklärend", sagte Jaissle, der sich ab Dienstag dem Gegner-Studium widmete. "Wir sind für uns noch immer in der Vorbereitungsphase, dementsprechend werden wir in dieser Woche auch noch intensiv trainieren."

Rapid gastiert ebenfalls am Freitag (18.30 Uhr/live ORF Sport +) in Kärnten beim SK Treibach. Die Hütteldorfer, in der ewigen Bestenliste mit 14 Titeln auf Platz zwei, sind seit 1995 ohne Cup-Trophäe. "Wir wollen für den Gegner gar keine Hoffnung aufkommen lassen", gab Trainer Ferdinand Feldhofer als Marschroute vor.

Der Steirer legte sich im Vorfeld nicht fest, ob Niklas Held oder Paul Gartler im Tor stehen wird, und meinte in diesem Zusammenhang lediglich: "Derjenige, der im Cup spielt, muss nicht derjenige sein, mit dem wir als Nummer eins in die Saison gehen." Neben noch nicht fitten Akteuren wie Roman Kerschbaum, Ferdy Druijf oder Maximilian Hofmann fehlen auch die erst seit kurzem im Training stehenden U19-Teamspieler wie Yusuf Demir.

Rekord-Cupsieger Austria wartet seit 2009 auf den 28. Titel. Seither erreichten die Violetten 2013 und 2015 das Finale. Am Samstag (17.15 Uhr/live ORF 1) geht es für die Truppe von Coach Manfred Schmid beim FC Wels los. Schon davor (10.30 Uhr/live ORF Sport +) ist der SK Sturm, der bisher letzte Cupsieger nicht aus Salzburg, beim SC Röthis in Vorarlberg im Einsatz.

Die Grazer reisen per Flieger an, um den Urlaubs-Reiseverkehr zu umgehen. Anders die WSG Tirol, die sich auf eine lange Anreise nach Neusiedl am See aufmacht. "Wir nehmen den Gegner maximal ernst", sagte Trainer Thomas Silberberger vor dem Auftritt beim Ostliga-Club am Freitagabend. Bei den Burgenländern sitzt der Tiroler Trainer Stefan Rapp auf der Bank.(APA; 14.7.2022)