Von den Atlantikstränden von Sintra und Madeira bis hin zu den "poetischen" Grotten in Italien. Hier sind elf "Ocean Pools" in Europa.

Kastrup Søbad, Kopenhagen, Dänemark

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Das Kastrup Søbad ragt in den Öresund hinein und ist seit 2004 für Kopenhagener Meeresschwimmer geöffnet. Trotz des nordischen Breitengrads kann das Meer hier überraschend warm sein – zumal die runde Form des Søbads darauf ausgelegt ist, den Wind abzuhalten. Und da das Søbad im designverrückten Dänemark liegt, sieht es auch toll aus.

Piscinas de Bajamar, Teneriffa, Spanien

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Ein großer Teil der felsigen, vulkanischen Küste Teneriffas eignet sich nicht zum Schwimmen im Meer – daher gibt es an der Küste der spanischen Insel zahlreiche natürliche und naturnahe Schwimmbäder. Die beiden Pools von Bajamar gehören zu den größten und am besten erschlossenen, und obwohl man sich hier eher wie in einem öffentlichen Schwimmbad als in einer geheimen Bucht fühlt, erinnert das Krachen der riesigen Wellen, die sich an der Poolwand brechen, ständig daran, dass diese Landschaft ihre raue Schönheit der Natur verdankt.

Tunnels Beaches, Devon, Großbritannien

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Durch eine Reihe schummriger Felsentunnel, die von walisischen Bergleuten in den frühen 1800er-Jahren von Hand gehauen wurden, muss man gehen, um diese versteckten "Strände" in Ilfracombe, Devon, zu erreichen. Am "Ladies Beach" erscheint drei Stunden lang vor und nach der Ebbe ein Gezeitenbecken. Die Stützmauer des Beckens wurde von denselben Bergleuten aus Felsblöcken und Kalkmörtel errichtet. In der Blütezeit des viktorianischen Zeitalters "badeten" die Damen hier in privaten, von Pferden gezogenen hölzernen Bademaschinen, die ins Meer gerollt wurden, um sie vor fremden Blicken zu schützen. Davor wurden die zerklüfteten Klippen einst von Schmugglern und Flüchtlingen genutzt. Auf keinen Fall sollte man sich weißen Sandstrand erwarten.

Praia das Azenhas do Mar, Sintra, Portugal

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Weniger als eine Autostunde von Portugals Hauptstadt Lissabon entfernt liegt das im mediterranen Stil erbaute Dorf Azenhas do Mar, was so viel bedeutet wie "Wassermühlen des Meeres". Nur wenige Schritte von den auffallend weiß gestrichenen Häusern entfernt befindet sich ein Naturschwimmbad, das mit frischem Meerwasser aus dem Atlantik gespeist wird. Dieser kleine Nebenort von Sintra ist als Touristenziel nicht zu überlaufen, aber mit seiner Lage an den Klippen, den natürlichen grün-blauen Farbtönen und dem spektakulären Angebot an Fischrestaurants ist es auf jeden Fall einen Besuch wert.

Sliema Rock Pools, Sliema, Malta

In Sliema auf Malta gibt es eine Reihe von teils quadratischen Meerwasserpools, die um 1600 in den Fels gehauen wurden. Im viktorianischen Zeitalter wurden sie mit kleinen Vordächern versehen, damit Frauen ungestört baden konnten.

Grotto della Poesia, Salento, Italien

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Eine rund 30 Meter breite natürliche Grotte: Man springt von den Kalksteinklippen in das kühle türkisfarbene Wasser und schwimmt dann durch den Torbogen in die Adria. Im Sommer sollte man früh kommen, um den Menschenmassen zu entgehen, den Rest des Jahres ist dagegen wenig los. In der Nähe gibt es mehrere archäologische Stätten, darunter die Grotto della Poesia Piccola ("kleine Höhle der Poesie"), deren Wände mit antiken Inschriften bedeckt sind. Die Grotte befindet sich auf der Ostseite der Halbinsel Salento.

Bude Sea Pool, Summerleaze Beach, Cornwall, Großbritannien

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Diese naturnahe Anlage am Summerleaze Beach lockt Urlauber aus Bude und Umgebung an. Von Paddeln über Schnorcheln bis hin zum Tauchen – ein Besuch lohnt sich trotz der hohen Besucherzahl. Entlang des Strandes gibt es außerdem zahlreiche Restaurants und Bars, in denen man frische Meeresfrüchte genießen kann, während man den Blick auf den Atlantik schweifen lässt.

Naturschwimmbäder von Porto Moniz, Madeira, Portugal

Foto: imago/KTH

Das charmante Städtchen Porto Moniz liegt an der Spitze von Madeira und beherbergt aus Lava geformte Pools, die vom Meer gefüllt werden. Dieser familienfreundliche Ort eignet sich hervorragend für Aktivitäten wie Schnorcheln, Schwimmen und die Erkundung der vulkanischen Felsen.

Charco Azul Pool, La Palma, Kanarische Inseln, Spanien

Das Meer auf den Kanaren ist oft etwas lebhaft, was die verschiedenen Salzwasserpools auf diesen Inseln zu einem Segen macht. Der Pool von Charco Azul im Nordosten von La Palma ist so ein Ort. Es handelt sich um ein künstlich angelegtes, modernes Felsbecken, das sich auf natürliche Weise mit frischem, tiefem und klarem Meerwasser füllt. Es gibt Umkleidekabinen und ein Café, das frischen Fisch serviert. Außerdem gibt es ein Kinderbecken, einen kleinen Wasserfall, eine Liegewiese, Duschen, Umkleidekabinen und einen Parkplatz.

Piscine de Bon Secours, Saint-Malo, Frankreich

Foto: AFP/DAMIEN MEYER

Die französische Hafenstadt Saint-Malo hat die stärksten Gezeiten Europas: Das Meer kann hier innerhalb von sechs Stunden um mehr als 30 Meter ansteigen. Bei Flut ist die einzige Spur dieses riesigen Gezeitenbeckens das Sprungbrett, das sich über die Wellen erhebt – aber wenn sich die Flut zurückzieht, bleibt eine ruhige Wasserfläche zurück, die zu einem Bad einlädt. Nach ein paar Bahnen kann man sich sich auf die Ufermauer setzen und die vorbeifahrenden Boote beobachten.

Walpole Bay Tidal Pool, Margate, Kent, Großbritannien

Mit einer Fläche von vier Hektar ist dieses unter Denkmalschutz stehende Meeresschwimmbecken das größte des Landes und befindet sich am Fuße einer Klippe im Südosten der Stadt Margate. Bei Ebbe ist der weitläufige Platz ein idyllischer Ort für einen Spaziergang bei Sonnenuntergang am Beckenrand. (red, 21.7.2022)

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