Wer kennt das nicht: Man kommt morgens zur Arbeit, und der pflichtbewusste Kollege oder die ehrgeizige Chefin sitzt, gewappnet mit einer Großpackung Taschentücher, schniefend und hustend am Arbeitsplatz. Mit den Worten "Ist doch nur eine leichte Verkühlung" werden die für alle Anwesenden auffälligen Symptome gern abgetan. Richtig wohl fühlt man sich aber in der Umgebung kränkelnder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht. Vor allem in Zeiten, in denen die Pandemie wieder ordentlich an Fahrt aufnimmt und Atemwegserkrankungen und grippale Infekte kursieren.

Stark verkühlte und kranke Kolleginnen und Kollegen verbreiten nicht nur Viren, sondern auch eine unangenehme Stimmung.
Foto: Django Getty Images

Auch die neue Regel, dass man symptomlos und mit Maske, aber positiv auf Corona getestet einen ganzen Tag am Arbeitsplatz verbringen darf, veranlasst manche zur Sorge vor einer Ansteckung und stellt nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch Führungskräfte vor neue Herausforderungen. Dass durch die Möglichkeit des Homeoffices viele Erkrankte zwar eher zu Hause bleiben, um keine Gefahr für andere darzustellen, aber trotzdem krank arbeiten, ist ein weiteres Problem, das sich längerfristig auf die eigene Gesundheit schlagen kann.

Falsches Pflichtbewusstsein

Während Betroffene häufig aus Pflichtbewusstsein krank in der Arbeit erscheinen, um ja nicht als untätig oder wehleidig abgestempelt zu werden, gibt es auch Unternehmen, die offen dazu stehen, wenig von Krankenständen zu halten, und das auch äußern. Für "DieGedankenSindBrei" ein absolutes No-Go, denn wer krank ist, sollte auch in Krankenstand gehen:

Wie geht Ihr Unternehmen mit kranken Angestellten um?

Haben Sie das Gefühl, dass Krankenstände legitim und bei Erkrankungen erwünscht sind oder, eher das Gegenteil, dass wenig davon gehalten wird? Gehen Sie oder Kolleginnen und Kollegen verkühlt oder krank in die Arbeit? Wie wird mit der neuen Regel, dass Corona-Positive zur Arbeit kommen können, in Ihrem Unternehmen umgegangen? Tauschen Sie sich im Forum aus! (mawa, 3.8.2022)