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Vorfälle mit Schusswaffen haben Verkehrsunfälle in den USA als häufigste Todesursache junger Menschen abgelöst (Symbolfoto).

Foto: APA/AFP/GETTY IMAGES/STEPHANIE KEITH

Washington – Ein 15-Jähriger soll im US-Bundesstaat Alaska drei Geschwister und dann sich selbst erschossen haben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, waren die Beamten am Dienstag zu einem Haus in der Stadt Fairbanks gerufen worden, weil dort Schüsse gefallen waren. An Ort und Stelle fanden sie demnach die Leichen von vier Minderjährigen. Drei weitere Kinder in dem Haus seien unverletzt geblieben.

Alle sieben Kinder seien Geschwister, zitierten örtliche Medien einen Polizeisprecher. Die Eltern seien zur Tatzeit nicht da gewesen. Erste Ermittlungen hätten ergeben, dass der 15-Jährige die drei Geschwister und dann sich selbst getötet habe. Die Hintergründe sind bisher unklar. Die Opfer seien fünf, acht und 17 Jahre alt, hieß es.

Großes Problem mit Waffengewalt

Die USA haben seit langem mit einem riesigen Ausmaß an Waffengewalt zu kämpfen. Schusswaffen sind in dem Land oft leicht erhältlich. Vorfälle mit Schusswaffen haben Verkehrsunfälle in den USA als häufigste Todesursache junger Menschen bis 19 Jahren abgelöst, wie aus einer jüngst veröffentlichten Berechnung von Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht.

Mehr als 4.300 Kinder und Jugendliche seien im Jahr 2020 durch Schusswaffen gestorben, berichteten Forschende der University of Michigan im "New England Journal of Medicine". Laut CDC wurden 2020 landesweit fast 20 000 Menschen erschossen – mehr als 50 pro Tag. (APA, 28.7.2022)