Keine wesentlichen Veränderungen brachte die Gemeinderatswahl in Krems.

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Die Gemeinderatswahl in Krems ist geschlagen – und die SPÖ konnte laut vorläufigem Endergebnis Platz eins verteidigen. Trotz eines Stimmenverlusts landeten die Sozialdemokraten bei 40,9 Prozent (-5,2 Prozent im Vergleich zu 2017). Klar dahinter liegt die ÖVP mit 23,3 Prozent (-3,4), gefolgt von der FPÖ mit 14,7 Prozent (-0,4).

SPÖ braucht Koalitionspartner

Zugewinne konnte die Kremser Linke Stadtbewegung (KLS) mit 7,1 Prozent (+1,8) verzeichnen. Sie landete direkt vor den Neos ein, die mit 6,7 Prozent erstmals den Einzug in den Gemeinderat schaffen. Die Grünen erreichten 3,7 Prozent (+0,1). Mit drei Prozent schafft auch die impfkritische Partei MFG den Einzug in den Gemeinderat.

Ein Blick auf die Mehrheitsverhältnisse zeigt, dass die SPÖ mit ihren 17 Mandaten (-2 im Vergleich zu 2017) einen oder mehrere Koalitionspartner braucht, um die Mehrheit im 40-köpfigen Gemeinderat zu erreichen. Die ÖVP ist mit zehn Mandataren (-1) vertreten, die FPÖ unverändert mit sechs. Die KLS bekommt drei, die Neos zwei sowie Grüne und MFG je ein Mandat.

In der niederösterreichischen Statutarstadt hatten acht Listen kandidiert. Einzig Green Future Krems (GREENK) blieb mit 0,7 Prozent ohne Mandat. 19.904 Stimmberechtigte bedeuteten um fast 4.000 weniger als 2017 mit 23.882. Aufgrund der jüngsten Wahlrechtsreform im Bundesland durften nur mehr Personen mit Hauptwohnsitz in Krems abstimmen.

Die Wahlbeteiligung sank auf 57,35 Prozent. Vor fünf Jahren hatte sie 65,09 Prozent betragen. (balm, 4.9.2022)