Als das Passagierboot sank, wurden laut Medienberichten 62 Personen gerettet oder konnten sich retten.

Foto: APA/AFP/SEGUP PARA/HANDOUT

Belem – Bei der Havarie eines Passagierbootes im Norden Brasiliens sind mindesten elf Menschen ums Leben gekommen. Weitere acht Personen wurden noch vermisst, wie das brasilianische Nachrichtenportal "G1" unter Berufung auf die Regierung des Amazonas-Bundesstaates Pará am Donnerstag berichtete.

Passagierboot ohne Lizenz

Unter den Toten seien neun Frauen und ein Baby, berichtete "CNN Brasil" unter Berufung auf die brasilianische Marine und das Sekretariat für öffentliche Sicherheit des Bundesstaates Pará. Laut den Berichten waren mehr als 80 Menschen an Bord, 62 Personen wurden gerettet oder konnten sich retten, als das Boot in der Nähe der Cotijuba-Insel sank.

In einer Mitteilung der Regulierungsbehörde war zunächst von 14 Toten die Rede gewesen. Demnach besaß das Passagierboot, das zwischen der Marajó-Insel im Mündungsbereich des Amazonasflusses und der Stadt Belém verkehrte, keine Lizenz und fuhr von einem illegalen Hafen in Camará auf der Marajó-Insel ab. Die Polizei teilte demnach mit, dass sie eine Untersuchung eingeleitet habe. (APA, red, 9.9.2022)