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Wien – "Die Pläne der österreichischen Regierung zur Einstellung der gedruckten Ausgabe der 'Wiener Zeitung' sind aus der Sicht des Verbandes der Auslandspresse in Wien falsch. Damit wird die Vielfalt der Qualitätsmedien, um die es in Österreich im europäischen Vergleich ohnehin nicht besonders gut bestellt ist, schwer beschädigt", protestiert der Verband der Auslandspresse in Wien gegen den Gesetzesentwurf, der das Ende der "Wiener Zeitung" als Tageszeitung vorsieht. Statt einer täglichen Zeitung sind zehn gedruckte Ausgaben im Jahr geplant. Der Schwerpunkt soll künftig im Onlinebereich liegen.

Gerade die "Wiener Zeitung" sei "mit ihrer tiefgründigen Auslandsberichterstattung eine sehr wichtige Stimme nicht nur für Österreich allein. Die Einstellung der Printausgabe könnte der Einstieg zum endgültigen Ende der 'Wiener Zeitung' sein, schreibt der der Verband in einer Aussendung. "Damit würde ein mediales Weltkulturerbe für immer zerstört. Die 'Wiener Zeitung' als älteste Zeitung der Welt war und ist ein Leuchtturm für den Qualitätsjournalismus in Europa." Dieses Gut wegen "Einsparungen weniger Millionen Euro unwiederbringlich zu zerstören", sei "kurzsichtig, fahrlässig und medial gefährlich. Wir fordern die österreichische Regierung auf, ihre Pläne für die "Wiener Zeitung" zu korrigieren und den Qualitätsjournalismus dauerhaft zu sichern." (red, 11.10.2022)