DER STANDARD zählt mit 7,3 Prozent stabiler Reichweite zu Österreichs größten Tageszeitungen.

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Wien – Die neue Media-Analyse 2021/2022 bescheinigt dem STANDARD 558.000 tägliche Leserinnen und Leser für gedruckte Ausgabe und E-Paper. Das bedeutet eine gegenüber dem Vorjahr stabile Reichweite von 7,3 Prozent bei Menschen ab 14 Jahren und Platz vier unter den österreichischen Tageszeitungen.

Meistgelesene Zeitung bei 20- bis 29-Jährigen

In der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen ist DER STANDARD mit 9,5 Prozent die meistgelesene Tageszeitung, die "Krone" kommt in dieser Altersgruppe auf acht Prozent, "Heute" auf 7,8 Prozent, der "Kurier" auf 3,4 Prozent und die "Presse" auf drei Prozent.

Die Gesamtreichweiten beim Publikum ab 14 im Überblick:

Zeitungsreichweite insgesamt sinkt

Die Reichweite der Tageszeitungen insgesamt sank 2021/2022 gegenüber 2020/2021 signifikant: Von Juli 2020 bis Juni 2021 gaben 56,3 Prozent der 15.062 Befragten an, sie hätten am Vortag eine Tageszeitung – gedruckt oder als E-Paper – gelesen oder durchgeblättert. In der aktuellen Media-Analyse sagten das noch 55,0 Prozent der in diesem Jahr 15.062 Befragten.

In diesen Gesamtwerten sind auch die Reichweiten jener Tageszeitungen enthalten, die sich nicht in der Media-Analyse ausweisen lassen – also insbesondere die republikseigene "Wiener Zeitung" und die ÖVP-Parteizeitung "Oberösterreichisches Volksblatt".

"Krone" verliert signifikant

Reichweitengröße "Kronen Zeitung" verliert im Jahresvergleich signifikant von 23,9 auf 22,4 Prozent Reichweite. Das entspricht 1,703 Millionen täglichen Leserinnen und Lesern. Die "Krone" ist damit 2,4-mal so groß wie die Nummer zwei im Markt, die auf Steiermark und Kärnten konzentrierte "Kleine Zeitung", und etwa zweieinhalbmal so groß wie "Heute" auf Platz drei.

DER STANDARD liegt mit seinen 7,3 Prozent in der Reihung der Media-Analyse auf Platz vier hinter den drei Massenblättern "Krone", "Kleine" und – gratis – "Heute".

"SN" legen zu

Unter den Tageszeitungen können nur die "Salzburger Nachrichten" in der am Donnerstag veröffentlichten Media-Analyse signifikant zulegen – von national 2,8 auf 3,4 Prozent Reichweite.

STANDARD auf Platz eins bei Akademikern

Bei Akademikern weist die Media-Analyse dem STANDARD 16,6 Prozent Reichweite aus, der "Kronen Zeitung" 9,3 Prozent und der "Presse" 8,4 Prozent. Der "Kurier" hat bei Absolventen von Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen 7,5 Prozent Reichweite, "Heute" 6,1 Prozent, "Österreich" und "Oe24" kommen hier auf 2,4 beziehungsweise 2,6 Prozent. Die "Kleine Zeitung" hat in der höchsten Bildungsschicht bundesweit 8,2 Prozent Reichweite, die "Salzburger Nachrichten" kommen hier auf 4,9 Prozent.

Wochenend-Reichweiten

Bei den Wochenend-Reichweiten gibt es nur zwei signifikante Veränderungen – die Riesen "Krone" und "Kleine Zeitung" gingen zurück.

Zeitungstrends in den Bundesländern

In Wien gingen die Reichweiten laut Media-Analyse bei der Kombination "Österreich"/"Oe24" zurück, zudem die Wochenendreichweiten von "Krone" und "Österreich".

  • In Niederösterreich weist die Media-Analyse signifikante Rückgänge für "Krone", "Krone" am Sonntag, und die Gratismedien "Bezirksblätter Niederösterreich", "Tips NÖ West", und "Niederösterreicherin" aus.
  • Im Burgenland, in Oberösterreich, in Tirol und in Vorarlberg weist die Media-Analyse (MA) keine statistisch aussagekräftigen Veränderungen aus.
  • In der Steiermark ging die Reichweite der "Kleinen" am Sonntag signifikant im Jahresvergleich zurück.
  • In Kärnten weist die MA der "Kleinen" am Sonntag und den kostenlosen "Regionalmedien Kärnten – Leben" signifikantes Minus aus.
  • In Salzburg verloren "Krone", "Krone" am Sonntag, und die kostenlosen "Bezirksblätter" signifikant. Das kostenlose "Unser Salzburg" legte signifikant im Bundesland zu.

"News" steigert sich

Unter den Wochenmagazinen konnte "News" aus der Magazingruppe VGN von 2,1 auf 2,6 Prozent signifikant zulegen.

Der nationale Gratiswochenzeitungsring RMA ("Bezirksblätter", "Wiener Bezirkszeitung" ...) verlor von 42,3 auf 40,4 Prozent nationale Reichweite signifikant. Insgesamt bleibt die Gruppe größtes Printmedium, wenn man alle mehr als 100 Regionaltitel zusammenlegt.

"Gewinn" legt zu, "Wienerin" verliert

Unter den Monatsmagazinen legten signifikant der "Gewinn" (von 2,1 auf 2,5 Prozent), "E-Media" aus der VGN (von 1,3 auf 1,7) und das kostenlos verschickte "Weekend Magazin" (von 11,2 auf 13,1) zu.

Die "Wienerin" verliert in der aktuellen Media-Analyse signifikant Reichweite von 1,7 auf 1,4 Prozent national. Mutterkonzern Styria plant wie berichtet bis Jahresende "Maßnahmen" für ihre Lifestyle-Titel wie "Wienerin" und "Diva" – Themen sind hier auch Verkauf beziehungsweise Einstellung.

"Woman" aus der Magazingruppe VGN weist die Media-Analyse nun 4,2 Prozent nationale Reichweite aus nach im Vorjahr 3,8 Prozent, keine statistisch signifikante Veränderung beim Gesamtpublikum.

Die von der Media-Analyse ebenfalls unter Frauentiteln geführten Gratismagazine "Active Beauty" und "Maxima" (Rewe) verloren signifikant Reichweite in der großen Befragung über Mediennutzung in Österreich. (red, 13.10.2022)