Das austretende Gas war zunächst deutlich sichtbar, wie eine Aufnahme der Meeresoberfläche bei Bornholm von Ende September zeigt.

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Moskau/Stockholm – Nach den Explosionen an den Nord-Stream-Leitungen in der Ostsee ist kein austretendes Gas mehr an der Wasseroberfläche zu sehen. Bei Überflügen am Donnerstag und Freitag sei der Gasaustritt in der Ausschließlichen Wirtschaftszone Schwedens nicht mehr sichtbar gewesen, teilte die schwedische Küstenwache am Freitagnachmittag mit. Sie hatte zuletzt am Mittwoch davon gesprochen, dass der verbliebene Austritt von Nord Stream 2 noch eine rund zehn Meter breite Fläche betreffe.

Zwei Lecks schon länger ohne Gasaustritt

Ende September waren nach Explosionen in der Nähe der Ostseeinsel Bornholm insgesamt vier Lecks in den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 entdeckt worden, jeweils zwei davon in den Ausschließlichen Wirtschaftszonen Dänemarks und Schwedens. Dänische Behörden hatten bereits Anfang des Monats mitgeteilt, an den beiden Stellen innerhalb ihrer Wirtschaftszone trete wohl kein Gas mehr aus. Es wird vermutet, dass Sabotage hinter den Lecks steckt. Die deutsche Bundesanwaltschaft ermittelt. Russland bestreitet, für die Lecks verantwortlich zu sein. (APA, 14.10.2022)