Am 29. November 2021 war der Markusplatz in Venedig überflutet. Das Dammsystem Mose war zu diesem Zeitpunkt nicht aktiviert.

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Venedig – Zum ersten Mal in diesem Herbst wird für Freitagnachmittag Hochwasser in Höhe von 1,1 Metern erwartet. Die städtischen Behörden haben daher die Aktivierung des Dammsystems Mose beschlossen, um die Lagunenstadt vor einer Flut zu schützen.

Die 78 Barrieren an drei Wasserstraßen der Lagune könnten auch in den nächsten Tagen aufgestellt bleiben, da heftige Regenfälle erwartet werden, berichteten die Behörden.

Umstrittenes Bauprojekt

Die Flutschutztore sind an drei Einfahrten zum Hafen der Stadt im Meer errichtet worden. Das milliardenschwere Bauprojekt war heftig umstritten. In der Nacht auf den 13. November 2019 wurde Venedig von einer katastrophalen Flutwelle heimgesucht. Das Wasser – angetrieben durch den Schirokko-Wind – stieg damals auf 1,87 Meter über dem Meeresspiegel. Das war der höchste Stand seit einer verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, als 1,94 Meter erreicht wurden.

Unwetter belasten aktuell mehrere italienische Regionen, vor allem im Süden. Auch die Hauptstadt Rom wurde in der Nacht auf Freitag von heftigen Niederschlägen heimgesucht, die für den Verkehr Probleme verursachten. (APA, 4.11.2022)