Kyrie Irving hat nun ein massives PR-Problem.

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Beaverton – Nike wird vorerst auf eine Zusammenarbeit mit dem umstrittenen Basketball-Star Kyrie Irving verzichten. Dies teilte der US-Sportartikelhersteller am Freitagabend (Ortszeit) mit.

"Wir bei Nike glauben daran, dass es keinen Platz für Hassrede geben darf, und wir verurteilen jegliche Form von Antisemitismus. Wir sind zutiefst traurig und enttäuscht über die Situation und seine Auswirkung auf alle", schrieb Nike in einer Stellungnahme.

Irving hatte auf seinem Twitter-Account einen Link zu dem als antisemitisch kritisierten Film mit dem Titel "Hebrews to Negroes: Wake Up Black America" geteilt, den US-Medien außerdem als rassistisch und frauenfeindlich, homo- sowie islamophob einstuften. Nachdem es Irving verpasst hatte, sich bei einer Presserunde von Antisemitismus abzugrenzen, suspendierten die Brooklyn Nets ihren Spieler für mindestens fünf Partien. Erst danach entschuldigte sich Irving auf seinem Instagram-Account.

Nach Angaben des US-Senders ESPN läuft der Vertrag zwischen Nike und Irving bis zum 1. Oktober 2023. Der 30-Jährige hat beim Sportartikelhersteller seinen eigenen Schuh, den auch viele andere NBA-Spieler tragen. Die achte Ausgabe, den "Kyrie 8", werde Nike nun aber nicht auf den Markt bringen, hieß es. Das war für den 8. November geplant.

Vier Punkte und sieben Rebounds von Jakob Pöltl

Die San Antonio Spurs haben am Freitag (Ortszeit) die zweite Niederlage hintereinander in der NBA erlitten. Die Texaner mussten sich den LA Clippers 106:113 geschlagen geben. Der Wiener Jakob Pöltl verbuchte vier Punkte, sieben Rebounds, je drei Assists und Steals sowie einen Block in 26:21 Minuten Einsatzzeit.

Die Spurs hatten nach einem Fehlstart (8:25 in der 8. Minute) ins Spiel zurückgefunden und lagen zur Halbzeit 58:54 voran. Nach einem ausgeglichenen dritten Abschnitt sorgten die Gäste aus Kalifornien im Schlussviertel für die Entscheidung. Die Clippers seien in dieser Phase "besser" gewesen, musste Pöltl anerkennen.

Devin Vassell war mit einer Karrierebestleistung von 29 Punkten der erfolgreichste Scorer der Texaner, die bereits am Samstag bei den Denver Nuggets antreten. Paul George steuerte 32 Zähler für die Gäste bei.

Weiterhin nicht zu stoppen sind die Milwaukee Bucks, die mit einem 115:102 bei den Minnesota Timberwolves zum achten Mal gewannen und ihre "weiße Weste" in der Liga verteidigten. Giannis Antetokounmpo führte sein Team mit einem Triple-Double aus 26 Punkten, 14 Rebounds und elf Assists an. Die Brooklyn Nets feierten mit 128:86 bei den Washington Wizards den erst dritten Sieg im neunten Saisonspiel. Hauptverantwortlich zeichnete Kevin Durant mit 28 Zählern, elf Assists und neun Rebounds.

Die Golden State Warriors gingen zum fünften Mal hintereinander als Verlierer vom Parkett. Der Titelverteidiger unterlag 105:114 bei den New Orleans Pelicans. Für die Los Angeles Lakers setzte es mit 116:130 gegen Utah Jazz die sechste Pleite im achten Auftritt.

Luka Doncic erzielte beim 111:110 der Dallas Mavericks gegen die Toronto Raptors 35 Punkte. Der Slowene verbuchte damit auch im achten Saisonspiel hintereinander 30 oder mehr Zähler für sich. Das war bisher nur dem legendären Wilt Chamberlain 1959/60 gelungen, der 1962/63 sogar auf 23 Partien in Folge erhöhte. (APA, red, 5.11.2022)

NBA-Ergebnis vom Freitag:

San Antonio Spurs (4 Punkte, 7 Rebounds in 26:21 Minuten von Jakob Pöltl) – LA Clippers 106:113