Wien – Einen Blick in die Zukunft wagt Susanne Brandstätter: Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin zeigt in ihrer geplanten Sci-Fi-Doku "Hungry – Tipping the Scales", wie Praktiken der Lebensmittel- und Pharmaindustrien Getreide, Gemüse und Obst die Nährstoffe entziehen und durch Zusammenschluss zu Mega-Mergern in die Katastrophe geführt haben. Die Produktion ist eine von sechs neuen Filmen, die der ORF mit insgesamt einer Million Euro fördert, wie es am Mittwoch hieß.

Brandstätters Arbeit ist nicht bloß Science-Fiction. Die in Österreich lebende Amerikanerin will mit ihrer Arbeit auch zeigen, was getan werden muss, um das düstere Zukunftsszenario zu verhindern.

Weitere geförderte Dokumentarfilme: Der Frage, ob Frauen die härteren Filme machen, geht Isa Willinger in "No Mercy – Der gnadenlose Blick" nach. Auf die Spuren des Kapitalismus begibt sich Daniel Hoesl in "Campione d"Italia". Ebba Sinzinger zeichnet in "Das PRINZpod-Geflecht" ein Porträt des Künstler/innenduos PRINZpod.

Förderungen erhalten außerdem zwei Spielfilme: Sebastian Brameshubers "Bei aktueller Verkehrslage" ist eine Mischung aus Roadmovie und Fiction-Doku. Albert Schuch spielt in "Pfaum", dem Langspielfilmdebüt von Bernhard Wenger, das zwischen Drama und Satire changiert.

Mit der vierten Sitzung in diesem Jahr hat der ORF seinen Angaben zufolge auch 2022 sein Bekenntnis zum österreichischen Kinofilm mit einem jährlichen Investitionsvolumen von acht Millionen Euro für die Herstellung österreichischer Kinoproduktionen erfüllt. (APA, 9.11.2022)