STANDARD-Wissenschaftsressortleiterin Tanja Traxler erhielt den Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis.

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Tanja Traxler und Kardinal Christoph Schönborn bei der Preisverleihung.

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Tanja Traxler und Kardinal Christoph Schönborn bei der Preisverleihung.

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Wien – Der Kardinal-Innitzer-Preis 2022 geht an den im September verstorbenen Physiker Kurt Binder, auch die STANDARD-Wissenschaftsressortleiterin Tanja Traxler wird mit einer Auszeichnung bedacht. Binder konnte auf dem Gebiet der statistischen Physik der kondensierten Materie weltweit anerkannte Erfolge erzielen, auch indem er das Potenzial von Computersimulationen für die Physik früh erkannte und sie als breit anwendbaren Forschungsansatz etablierte.

Kurt Binder.
Foto: Thomas Hartmann/ Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Nach der Promotion an der Technischen Universität Wien war Binder zunächst an der Technischen Universität München, später beim IT-Konzern IBM in Zürich sowie bei den Bell Laboratories tätig. 1974 wurde er zum Professor an der Universität Saarbrücken berufen, 1977 bis 1983 war Professor an der Universität Köln sowie Direktor am Forschungszentrum Jülich. 1983 folgte er einem Ruf nach Mainz, wo Binder bis zu seiner Emeritierung 2012 tätig war. Am Samstagvormittag ehrte Kardinal Christoph Schönborn Binders Leistungen – die posthume Verleihung des Kardinal-Innitzer-Preis an Kurt Binder findet im nächsten Jahr statt.

"Wissenschaftlich fundierte Publizistik"

Die STANDARD-Redakteurin Tanja Traxler erhielt den Würdigungspreis für "wissenschaftlich fundierte Publizistik", die Laudatio hielt die Ö1-Wissenschaftsjounalistin Barbara Daser. Traxler ist studierte Quantenphysikerin und leitet seit 2021 das Wissenschaftsressort des STANDARD. Zuvor wurde sie unter anderem mit dem Umweltjournalismus-Preis 2020/2021, dem "Wissenschaftsbuch des Jahres" 2019 und dem Förderpreis Wissenschaftspublizistik 2018 ausgezeichnet. Weitere Würdigungspreise gingen an die Direktorin des Österreichischen Archäologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften Sabine Ladstätter sowie den Biochemiker und Genforscher Erwin Wagner von der Meduni Wien.

Acht Nachwuchsforschende aus unterschiedlichen Disziplinen wurden mit Förderungspreisen geehrt. Der renommierte Wissenschaftspreis, der nach dem Wiener Erzbischof Kardinal Theodor Innitzer (1875–1955) benannt ist, wird seit 1962 von der Erzdiözese Wien verliehen und vom Wissenschaftsministerium, mehreren Bundesländern sowie von Banken, Versicherungen und der Wirtschaftskammer unterstützt. (red, 19.11.2022)