Die Lawinengefahr ist zuletzt deutlich angestiegen.

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Innsbruck – Das Land Tirol hat am Freitag Wintersportler, die am Wochenende eine Skitour planen, zu Vorsicht gemahnt. Es herrsche bereits erhebliche Gefahr, also Lawinenwarnstufe drei. Viele würden dieses Wochenende in die Wintersportsaison starten "und rechnen ob der geringen Schneemenge oft mit ungefährlichen Bedingungen. Gerade deshalb ist Vorsicht geboten – denn bereits jetzt kann es in höheren Lagen zu Lawinenabgängen kommen", sagte Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP).

In den Zillertaler und Tuxer Alpen seien bereits bis zu 40 Zentimeter Neuschnee gefallen, ließ die Behörde in einer Aussendung wissen. In den südlichen Ötztaler und Stubaier Alpen waren es bis zu 30 Zentimeter. Laut Lawinenwarndienst führt die Kombination aus Schnee, Wind und dem aktuellen Schneedeckenaufbau zu einem deutlichen Anstieg der Lawinengefahr.

Ungünstiger Neuschnee

In der Höhe – dort, wo sich eine zusammenhängende Schneedecke halten konnte – müsse von erheblicher Lawinengefahr ausgegangen werden, hieß es. Am vergleichsweise ungünstigsten seien die Bedingungen in den neuschneereichen Regionen. Die Gefahr nehme mit steigender Seehöhe zu. Schattenhänge seien tendenziell gefährdeter, Sonnenhänge seien vor allem in Kammnähe sowie allgemein in hochalpinem Gelände kritisch zu beurteilen.

Derzeit finden sich online laufend Blogeinträge des Lawinenwarndienstes. Ab Dezember wird dann wieder der tägliche Lagebericht für die Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino verfügbar sein. (APA, 25.11.2022)