Eine langjährige Haftstrafe fasste der Angeklagte aus.

Foto: APA/ROLAND SCHLAGER

Weil er seine drei Töchter über Jahre hinweg schwerst missbraucht haben soll, ist am Freitag am Landesgericht Klagenfurt ein 41-jähriger Kärntner zur Höchststrafe von 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

"Gibt für Sie nur die Höchststrafe"

Wie Richter Gernot Kugi, der dem Schöffensenat vorsaß, in seiner Urteilsbegründung sagte, gebe es keinen Zweifel an der Schuld des Mannes. Das Urteil stütze sich auf die Aussagen der Kinder: "Es waren schwerste sexuelle Übergriffe, systematischer schwerer sexueller Missbrauch." Und weiter: "Ungeachtet Ihrer Unbescholtenheit gibt es für Sie nur die Höchststrafe."

Die Töchter des Mannes waren laut Anklage zum Tatzeitpunkt jünger als 14 Jahre, die jüngste Tochter sei zu Beginn der Übergriffe erst fünf Jahre alt gewesen. Fast eine halbe Stunde lang schilderte Staatsanwältin Denise Ebner zu Beginn der Verhandlung unzählige schwerste Übergriffe.

Der 41-Jährige hatte während seiner gesamten Untersuchungshaft keine Angaben gemacht beziehungsweise die Taten abgestritten. Am Freitag gab er eine Tat zu. Der Angeklagte erbat drei Tage Bedenkzeit, Staatsanwältin Ebner gab keine Erklärung ab. (APA, red, 25.11.2022)