Der Vorfall mit Carter soll sich nach einem Backstreet-Boys-Konzert im US-Bundesstaat Washington ereignet haben.

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Los Angeles – Backstreet-Boys-Sänger Nick Carter (42) ist in den USA von einer Frau wegen eines angeblichen sexuellen Übergriffs im Jahr 2001 verklagt worden. Die heute 39 Jahre alte Frau und ihr Anwalt gaben die Vorwürfe am Donnerstag in einer Pressekonferenz bekannt. Sie sei als 17-Jährige von dem damals 21 Jahre alten Carter nach einem Konzert im US-Staat Washington in seinem Tourbus vergewaltigt worden, sagte die Frau.

Carters Anwalt wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück. Dieser Vorwurf sei "völlig unwahr". Die Frau habe schon über mehrere Jahre hinweg falsche Anschuldigungen gemacht und dabei die Vorwürfe wiederholt verändert, erklärte Anwalt Michael Holtz.

Nach Konzert um Autogramm gebeten

Die Frau gibt an, sie habe 2001 nach einem Backstreet-Boys-Konzert in Tacoma nach einem Autogramm gefragt. Carter habe sie in seinen Tourbus eingeladen, dort zu Oralsex genötigt und vergewaltigt. Er habe sie auch eingeschüchtert, davon zu erzählen, führte die Frau weiter aus. In der Zivilklage mit Forderungen nach Schadenersatz macht sie weiter geltend, sie habe sich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt sowie psychischen Schaden genommen. Die Klägerin beschrieb weiter, dass sie an Autismus und einer Zerebralparese leide.

Carter war Mitte der 90er-Jahre zu den Backstreet Boys gestoßen. Die fünfköpfige Band gehört zu den erfolgreichsten Boygroups weltweit. Seit 2014 ist der Sänger mit Lauren Kitt Carter verheiratet, sie haben drei kleine Kinder.

Anfang November war Carters jüngerer Bruder Aaron im Alter von 34 Jahren gestorben, er wurde laut Medienberichten tot in der Badewanne seines Hauses in Kalifornien gefunden. (APA, 9.12.2022)