Der französische Journalist Frederic Leclerc-Imhoff wurde im Juni 2022 im Zuge seiner Arbeit in der Ukraine getötet. Er hatte eine Evakuierungsaktion begleitet.

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Kiew/Moskau – Nach Angaben des Internationalen Presse-Instituts (IPI) hat es seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs 910 Fälle von physischer Gewalt, Zensur, Verhaftungen oder andere Einschränkungen der Pressefreiheit in Russland und der Ukraine gegeben. Russland soll für 80 Prozent der Vorfälle verantwortlich sein. Zumindest zehn Journalisten sind in der Ukraine im Rahmen ihrer Arbeit getötet worden, mehr als 30 wurden verletzt.

160 Journalistinnen und Journalisten in Haft

In Russland wurden laut den IPI-Daten zumindest 160 Medienvertreterinnen und -vertreter inhaftiert. Häufig traf es Journalistinnen und Journalisten, die über Proteste und Demonstrationen berichteten. Mindestens 187 Mal wurden Nachrichtenseiten aufgrund von unliebsamer Kriegsberichterstattung gesperrt.

"Unsere Daten bestätigen, dass in diesem Angriffskrieg gegen die Ukraine die Medien eindeutig von russischen Streitkräften und Behörden ins Visier genommen werden", wurde IPI-Geschäftsführer Frane Maroevic zitiert. Der Angriffskrieg Russlands fordere einen hohen Tribut von unabhängigen Medienschaffenden in der Region. (APA, 16.2.2023)