Das Old Trafford, Heimstätte von Manchester United.

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Manchester – Für Manchester United liegen zwei bestätigte Gebote auf dem Tisch. Das Unternehmen Ineos des britischen Milliardärs Jim Ratcliffe unterstrich am Samstag sein Interesse an dem englischen Fußballclub und erklärte, Ziel würde es sein, den Verein "wieder zur Nummer Eins der Welt zu machen".

Am Freitag hatte sich Scheich Dschassim Bin Hamad al Thani aus Katar in Stellung gebracht. Er ist der Sohn des ehemaligen Ministerpräsidenten Scheich Hamad bin Dschassim bin Dschaber al Thani, einer der reichsten Männer des Landes. Zudem erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von Insidern, dass der US-Hedgefonds Elliott Investment Management sich bereiterklärt hat, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Die Zeitung "The Times" hatte zunächst darüber berichtet.

Stellungnahmen von Elliott und United lagen zunächst nicht vor. Experten gehen davon aus, dass ein Verkauf die entsprechenden Rekorde für derartige Geschäfte in der Sportbranche brechen könnte. Früheren Reuters-Meldungen zufolge peilen die gegenwärtigen Besitzer, die US-Familie Glazer, eine Summe von bis zu sieben Milliarden Pfund an – etwa 7,9 Milliarden Euro.

Die Glazers stehen bei Fans in der Kritik, da die Mannschaft auf dem Platz nicht die gewünschte Leistung zeigt. Die Familie hatte den Club 2005 für 790 Millionen Pfund Sterling erworben. Seit 2012 ist der Verein an der New Yorker Börse notiert. (Reuters, 18.2.2023)