Der Mann hätte "keine bösen Absichten gehabt", sondern nur wissen wollen, wo er Alteisen finde, sagte der 57-Jährige laut Polizei. (Symbolbild)

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Wien – Ein 57-jähriger Mann wird beschuldigt, dass er am Freitag gegen 11.00 Uhr eine achtjährige Volksschülerin auf dem Gelände einer Volksschule in Wien-Mariahilf an der Hand erfasst habe, und sie so mitnehmen wollte. Zwei Lehrerinnen griffen jedoch sofort ein und verhinderten die von ihnen vermutete Kindesentziehung. Der Verdächtige wurde im Zuge einer Fahndung in der Nähe der U6-Station Gumpendorfer Straße festgenommen. Er befindet sich in Haft.

Lehrerinnen alarmierten Polizei

Die Pädagoginnen wiesen den Mann an, das Gelände unverzüglich zu verlassen, woraufhin dieser die beiden anspuckte. Als er der Aufforderung nachgekommen war, soll er vor dem dortigen Zaun stehend, eine weitere, ebenfalls achtjährige Schülerin aufgefordert haben, zu ihm zu kommen. Die Lehrerinnen brachten daraufhin die Kinder sofort in das Schulgebäude und alarmierten die Polizei, hieß es in einer Aussendung am Samstag.

In der polizeilichen Vernehmung zeigte sich der Beschuldigte geständig, auch dass er ein Kind am Arm gepackt habe, bestritt er nicht – jedoch habe er "keine bösen Absichten gehabt", sondern nur wissen wollen, wo er Alteisen finde, berichtete LPD-Sprecher Markus Dittrich von der Vernehmung. Mit Altmetall würde er seinen Lebensunterhalt verdienen. Der Beschuldigte wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht. Weiters besteht gegen den Obdachlosen ein Aufenthaltsverbot. (APA, red, 18.2.2023)