Für die Studie werden in Österreich 850 Journalistinnen und Journalisten befragt.

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Wien – In der laut Österreichischer Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bisher umfassendsten Befragung von Journalistinnen und Journalisten in rund 100 Ländern will der Forschungsverbund "Worlds of Journalism" herausfinden, wie sich der Beruf aufgrund politischer, wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen wandelt. In den meisten Ländern läuft die Studie bereits, in Österreich startet die Befragung durch Forscherinnen und Forscher der ÖAW und der Universität Wien am Montag.

Die Studie "Journalismus unter Druck: Risiken und Unsicherheiten in einer sich wandelnden Medienwelt" soll einen "einzigartigen Einblick in das journalistische Berufsfeld bieten", teilte die ÖAW am Freitag mit. Unterstützt wird die Umfrage von der Unesco, Reporter ohne Grenzen und der International Federation of Journalists. Die letzte "Worlds of Journalism Study" wurde 2014 durchgeführt.

In Österreich wird ein repräsentatives Sample von 850 Journalistinnen und Journalisten von Forschern des Instituts für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der ÖAW und des Journalism Studies Center der Uni Wien befragt. Teilnehmer werden per Zufall ermittelt und kontaktiert.

Erste Ergebnisse aus Österreich sollen im Herbst dieses Jahres vorliegen, erste internationale Vergleichsergebnisse im kommenden Jahr, erklärte Studienleiter Josef Seethaler von der ÖAW auf Anfrage der APA und hofft auf eine hohe Teilnahmebereitschaft der Journalisten. Folker Hanusch von der Uni Wien hält "valide und aktuelle Zahlen und Daten zur Lage des Journalismus in Österreich gerade in solchen herausfordernden Zeiten für unverzichtbar, nicht zuletzt für den Journalismus selbst". (APA, 24.2.2023)