Robert F. Kennedy hat bisher kaum politische Erfahrung, ist aber immer wieder durch die Verbreitung von Unwahrheiten und Verschwörungstheorien rund um Impfungen aufgefallen – und das bereits vor Corona.

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Washington – Der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, Robert F. Kennedy, hat seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur in den USA eingereicht. Der erklärte Impfgegner will für die Demokratische Partei von Amtsinhaber Joe Biden ins Rennen gehen, wie aus einem am Mittwoch von Kennedy bei der nationalen Wahlkommission eingereichten Dokument hervorgeht. Der 69-Jährige ist der zweite demokratische Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur.

Anfang März hatte bereits die 70 Jahre alte Autorin Marianne Williamson ihren Eintritt in das Rennen offiziell bekanntgegeben. Kennedy selbst geriet in der Vergangenheit immer wieder wegen der Verbreitung von falschen Behauptungen über die Corona-Impfung in die Kritik. Politische Erfahrung hat er kaum.

Kandidatur von Joe Biden erwartet

Biden hat noch nicht offiziell angekündigt, erneut antreten zu wollen. Eine Kandidatur wird aber allgemein erwartet. Sollte er sich wieder bewerben, müssten sich seine Herausforderer zuerst in parteiinternen Vorwahlen gegen ihn durchsetzen. Beiden Bewerbern werden hierfür äußerst schlechte Chancen eingeräumt.

Für die Republikaner bewerben sich außer Ex-Präsident Donald Trump auch die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, der Unternehmer Vivek Ramaswamy und der ehemalige Gouverneur des Bundesstaats Arkansas, Asa Hutchinson, um die Präsidentschaftskandidatur. (APA, 6.4.2023)