Trinity kam für unter fünf Millionen Euro unter den Hammer.

EPA / Michael Buholzer

Es war eine europäische Premiere, die im Vorfeld für einige Diskussionen sorgte: Am Dienstag kam zum dritten Mal weltweit und zum ersten Mal in Europa – nämlich in Zürich – ein Tyrannosaurus rex unter den Hammer. Genau genommen handelt es sich bei dem vom Auktionshaus Koller angebotenen Fossil um eine Mischung aus den 67 Millionen Jahre alten Knochen von gleich drei Vertretern dieser ikonischen Dinosaurierspezies. Das Exemplar heißt deshalb auch Trinity (also Dreieinigkeit).

Dennoch ist nur die Hälfte der Knochen "authentisch". Vermutlich auch deshalb blieb der tatsächliche Verkaufspreis des 11,6 Meter langen und 3,9 Meter hohen Skeletts hinter den Erwartungen zurück: Bei vier Millionen Schweizer Franken ging es los, und gut eine Minute später war die Sache bei 4,8 Millionen CHF (rund 4,88 Mio. Euro) erledigt. Das Gebot, das den Zuschlag erhielt, stammte von einem europäischen Privatsammler von moderner Kunst und Dinosaurier-Relikten.

Das ist deutlich weniger, als erhofft wurde, und weniger als bei den ersten beiden versteigerten Artgenossen von Trinity: Sue kam 1997 bei der allerersten T-rex-Auktion für 8,4 Millionen Dollar unter den Hammer, Kollege Stan erzielte 2020 bei Christie’s den Rekordpreis von 31,8 Millionen Dollar. Sue landete im Field Museum in Chicago. Und Stan gehört dem Naturhistorischen Museum von Abu Dhabi, das allerdings erst 2025 eröffnet werden wird. Ob Trinity ebenfalls in einem Museum zu bestaunen sein wird – und wo –, wird sich erst weisen. (tasch, 18.4.2023)