Wien - "Das Tempo hat uns, ehrlich gesagt, ein bisschen überrascht", meint Martin Wilfing, Marketingchef der Telekabel. Jenes der Neuanmeldungen für den Internetzugang des Kabelbetreibers namens Chello nämlich. Die nötige technische Aufrüstung gehe damit "zeitlich nicht immer hundertprozentig synchron". Das Ergebnis bringt Chello-Kunden seit Monaten an den Rand der Verzweiflung. DER STANDARD berichtete: Zugriffsgeschwindigkeiten lagen und liegen im Promillebereich des Versprochenen, E-Mails gingen verloren - oder brauchen Wochen, um anzukommen. Beschwerden werden als Userfehler abgetan. Technische Anpassungen könnten mit einer "derartig explosiven Kundenentwicklung nicht immer Schritt halten", erklärt Wilfing nun. Und wirbt um Verständnis: "Wir betreuen in Wien-Favoriten derzeit mehr Internet-Breitbandkunden als es in ganz Deutschland gibt." Außerdem handle es sich bloß um "punktuelle Probleme", verschärft durch "Lieferanten, die Zusagen nicht halten, wie etwa bei unserem E-Mail-Server. Dann kommt es zum Crash." Der seit Monaten auf Besserung wartenden Kundschaft verspricht Wilfing, "intern einiges zu tun". Der Telekabel-Manager: "Wir arbeiten mit Hochdruck." (fid)