Berlin - Um täuschend ähnliche Internet-Adressen gibt es nach einem Magazin-Bericht Streit zwischen einer von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) angeregten Initiative und einem Jungunternehmer in Hannover. Die "Initiative D21", in der sich um IBM-Deutschland-Chef Erwin Staudt mehr als 100 Unternehmen zusammengeschlossen haben, um Deutschlands Schüler ins Netz zu bringen, sei unter der Web-Adresse www.initiatived21.de zu erreichen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" am Samstag vorab. Shahram Parvin aus Hannover habe sich jedoch bereits Anfang vorigen Jahres die Adressen www.d21.de und www.initiative-d21 reserviert. Ein Sprecher der Bundesregierung wollte sich auf Anfrage am Samstag zunächst nicht zu dem Bericht äußern. Um Verwechslungen zu vermeiden, habe Staudt Parvin Ende November aufgefordert, seine Domains abzutreten, meldet das Magazin. Per Einschreiben habe ihm der IBM-Chef mit einer Geldstrafe von knapp 20.000 Mark pro Tag gedroht. Parvin habe sich aber nicht beeindrucken lassen und sich lediglich bereit erklärt, gegen eine Gebühr von monatlich 30.000 Mark über seine Internet-Seiten auf die Kanzler-Initiative hinzuweisen. Zudem habe der Jungunternehmer angekündigt, nun seinerseits juristisch gegen die Homepage der Initiative vorzugehen, weil diese von der Popularität seiner Website profitiere. (Reuters)