Bagdad - Aufständische haben am Samstag in der irakischen Erdölstadt Kirkuk einen Polizisten und zwei Soldaten getötet. Nach Polizeiangaben feuerten die Angreifer aus Fahrzeugen auf die Sicherheitskräfte, die sich auf dem Weg zur Arbeit befanden. In Mossul beschädigte eine Autobombe am Samstag ein Fahrzeug eines US-Militärkonvois. Nach Armeeangaben wurde dabei niemand verletzt.

Sunnitische Rebellen haben am Vortag in einer Ortschaft unweit von Bagdad mindestens 60 schiitische Geiseln genommen und mit deren Ermordung gedroht. Die Geiselnehmer fordern, dass alle Schiiten Madaen verließen, sagte ein schiitischer Vertreter, zu dem Bewohner des Ortes Kontakt aufgenommen hatten.

Stockende Regierungsbildung

Die Bildung der neuen irakischen Regierung wird voraussichtlich nicht vor Ende kommender Woche abgeschlossen sein. Das größte Problem sei es, Kandidaten für die den Sunniten zugedachten Ministerposten zu finden, sagte der stellvertretende Parlamentspräsident Hussein al Shahrastani von der schiitischen Vereinigten Irakischen Allianz am Freitag in Bagdad. Der designierte Regierungschef Ibrahim Jaafari hatte bereits am Mittwoch betont, die Bildung einer neuen Regierung brauche "eine gewisse Zeit". (APA/AP/AFP)