Wien (APA) - Zwar sind über das Wochenende einige Hinweise auf den in der vergangenen Woche aus der Justizanstalt Wien-Josefstadt entflohenen Ivan Ivanov eingegangen. Konkrete Spur auf den flüchtigen Häftling gibt es allerdings keine, musste Erich Zwettler vom Bundeskriminalamt am Montag einräumen: "Wir arbeiten jedoch mit Hochdruck dran." Ivanov, der sich unter mehreren Alias-Namen als führender Kopf einer internationalen Geldfälscher-Bande betätigt haben soll, dürfte sich längst ins östliche Ausland abgesetzt haben.

Unterdessen wurde vom Justizministerium ein Treffen anberaumt, bei dem sich Vertreter von Justiz- und Innenministerium, der betroffenen Haftanstalt, der Staatsanwaltschaft und des Wiener Landesgerichts über Lehren aus der spektakulären Flucht unterhalten werden. Der Justizanstalt wurde der Auftrag erteilt, bis dahin bauliche, technische und organisatorische Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten und diese vorzulegen.

Karl Drexler, leitender Staatsanwalt im Justizministerium, zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass in der kommenden Woche erste Ergebnisse und konkrete Maßnahmen der Öffentlichkeit präsentiert werden können. (APA)