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Einen Antrag zur Zusammenlegung der bisher separat laufenden Verfahren kündigten die Ankläger bei dem Tribunal am Montag im Prozess gegen den früheren serbischen Offizier Vujadin Popovic an.

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Den Haag - Die des Massakers an bosnischen Moslems in Srebrenica angeklagten Kriegsverbrecher sollen sich möglichst in einem gemeinsamen Verfahren dem UN-Tribunal in Den Haag stellen. Einen Antrag zur Zusammenlegung der bisher separat laufenden Verfahren kündigten die Ankläger bei dem Tribunal am Montag im Prozess gegen den früheren serbischen Offizier Vujadin Popovic an.

Popovic hatte sich in der vergangenen Woche freiwillig dem Gericht gestellt. Damit sind bis auf den damaligen politischen Führer der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, und dessen Militärchef Ratko Mladic die mutmaßlichen Haupttäter und Verantwortlichen des Massakers vom Sommer 1995 im Gewahrsam des Tribunals. Sie müssen sich unter anderem wegen Völkermordes verantworten, der schwerstwiegenden Anklage vor den UN-Gericht.

In Srebrenica waren im Juli 1995 bis zu 8000 moslemische Bosnier im Alter zwischen sechs und 60 Jahren erschossen und in Massengräbern verscharrt worden. Serbische Truppen hatten Srebrenica erobert, obwohl die UN die Region zu einem sicheren Gebiet erklärt hatte. Niederländische UN-Soldaten leisteten keinen Widerstand. Popovic erklärte sich wie seine Mitangeklagten für unschuldig. (APA/dpa)