Stockholm - In Lappland sind 140 Rentiere über eine Felsklippe in den Tod gestürzt. Örtliche Rentierhüter waren fassungslos: "Das ist ein Massaker. So etwas habe ich noch nie gesehen", sagte der Sprecher der nordschwedischen Gemeinde Tuorpons Sami, Nils Petter Pavval, der Zeitung "Norrlaendska Socialdemokraten" (Dienstagausgabe). "Rentiere haben einen sechsten Sinn. Sie kennen die Kliffs und Überhänge und das dünne Eis. Sie stürzen sich nicht einfach aus freiem Willen von einem Kliff." Pavval vermutete, dass ein jagender Luchs die scheuen Tiere in Panik versetzt und dann in den Abgrund getrieben habe. "Sie müssen in Panik gewesen sein, weil ein Raubtier sie jagte." Die getöteten Tiere hatten den Angaben zufolge einen Wert von rund 300.000 Kronen, umgerechnet 32.600 Euro. (APA)