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Zeit ist in KMU meist ebenso beschränkt wie Kapital - sie steht aber weniger im Fokus von Rationalisierungsmaßnahmen

Foto: APA/Pfarrhofer
Immer ist die Rede von Burn-out-Syndromen. Man/frau denkt dabei meistens an Corporate Executive Officers irgendwelcher Großkonzerne, die 99 Prozent ihrer Energiereserven in den Job investiert haben, um die restlichen ein Prozent wenig erholsamen Networking-Aktivitäten zu widmen.

Körperliche, seelische und geistige Überlastung kommt jedoch gerade in Kleinbetrieben häufig vor. Sie sind Folge der vielfachen Verantwortlichkeiten, die im Großbetrieb auf mehreren Schultern, ja oft Abteilungen, lasten, im Kleinbetrieb aber meist in der Hand einer Person liegen. Zeitmanagement wird so zu einer der wichtigsten Aufgaben im KMU-Management: Es bildet die Grundlage, um sich allen wesentlichen strategischen und operativen Aufgaben in einer ausgewogenen Weise widmen zu können.

Ziele stecken

Eine Grundregel des effektiven Zeitmanagements ist die Definition von Zielen. Diese Ziele müssen klar formuliert sein, um erreichbar zu werden. Nicht nur das Unternehmen als Ganzes braucht klare Ziele, sondern auch verschiedene Unternehmensbereiche wie Verkauf, Weiterbildung oder KundInnenzuwachs. Darüber hinaus müssen gerade KleinunternehmerInnen auch für ihr Privatleben Ziele abstecken, um dieses nicht zu vernachlässigen.

Prioritäten setzen

Sind die Ziele nun einmal ausformuliert, müssen Prioritäten gesetzt werden. Hier ist zu beachten, dass vor allem wichtige Anliegen, die keiner zeitlichen Beschränkung unterliegen, besonders hoch gereiht werden sollten. Ansonsten riskiert man, absolut Wichtiges neben dringenden Aufgaben zu vernachlässigen.

Delegieren

Der Mangel an Delegation ist einer der Faktoren, die am häufigsten zu Überlastungserscheinungen bei KMU-LeiterInnen führen. Meist handelt sich um eine Art Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist: Die Geschäftsleitung unterlässt es, Verantwortung an MitarbeiterInnen abzugeben, weil sie der Meinung ist, dass sie "es schneller selben machen" könne. Kurzfristig ist das richtig, langfristig jedoch ein Trugschluss. Denn je weniger delegiert wird, und je mehr Aufgaben hinzu kommen, desto weniger nimmt sich der/die GeschäftsführerIn die Zeit, andere in Verantwortungsbereiche einzuweihen. So dreht sich das Rad weiter: Je weniger Zeit, desto weniger Delegation, und je weniger Delegation, desto weniger verfügbare Zeit. (mas)