Imola - Patrick Friesacher wird die Jungfernfahrt im brandneuen Minardi Cosworth PS05 doch erst in Imola bestreiten, der für Mittwoch geplant gewesene Funktionstest auf einem italienischen Flugplatz kam nicht zu Stande. Der Bolide des Kärntners war nicht rechtzeitig fertig geworden, somit nimmt Friesacher beim Freien Training am Freitagvormittag erstmals in seinem neuen Dienstwagen Platz. "Kein Problem, man kann ohnehin nichts daran ändern. Bei mir überwiegt die Freude über das neue Auto", nahm es der 24-jährige Rookie locker.

Zahlreiche Neuerungen

Im Gegensatz zu Friesacher hat Stallgefährte Christijan Albers aus den Niederlanden den PS05 bereits getestet, am vergangenen Wochenende hatte Albers in Mugello 39 Runden gedreht und einen äußerst positiven Eindruck erhalten. "Das ist ein ganz neues Auto", weiß Friesacher. Gravierende Neuerungen hat es unter anderem bei Motor, Aufhängung, Getriebe und Aerodynamik gegeben.

Heimrennen

Friesacher geht mit gedämpften Erwartungen ins Rennwochenende: "Man darf nicht zu viel erwarten. Wir müssen zuerst einmal schauen, dass das Auto läuft. In Barcelona und Monaco wollen wir dann angreifen", so Friesacher. Die Anreise von Minardi zum Grand Prix von San Marino ist wahrlich ein Katzensprung, vom Firmensitz Faenza nach Imola sind es nicht einmal 25 Kilometer. Friesacher, Albers und der Rest des Teams dürfen sich also über ein echtes Heimrennen freuen. (APA)