St. Pölten - Die fünf Bürgermeisterinnen der Volkspartei haben sich bei den Gemeinderatswahlen am Sonntag behauptet. Bei der SPÖ büßten vier der zwölf weiblichen Ortschefs die absolute Mehrheit ein, wobei LAbg. Christa Vladyka in Bruck a.d. Leitha am Sonntag nicht als Spitzenkandidatin angetreten war. Die ÖVP baute mit Christa Eichinger in Prottes (Bezirk Gänserndorf) ihre Führung von zehn auf 15 Mandate (insgesamt 19), in Langenrohr (Bezirk Tulln) mit Anneliese Federmann von 14 auf 17 (von 19) und in Vitis (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya) mit Irmtraud Berger von 14 auf 15 (von 21) aus. In Gießhübl (Bezirk Mödling) behauptete die Volkspartei um Christa Friedl ihre zwölf Sitze (von 19) im Gemeinderat. In Nappersdorf-Kammersdorf (Bezirk Hollabrunn) hält die ÖVP nun zehn von 19 Mandaten. Zuletzt hatte die der Volkspartei nahe Gemeinsame Gemeindeliste mit Ingeborg Zausinger neun Mandate. Die ÖVP selbst verfügte über vier Sitze. Weitere Bürgermeisterinnen wird die Volkspartei künftig in Bisamberg (Bezirk Korneuburg) - 15 von 23 Mandaten mit Spitzenkandidatin LAbg. Dorothea Schittenhelm - und in Mitterbach am Erlaufsee (Bezirk Lilienfeld) - neun von 15 Mandaten mit Martha Hulatsch als "Nummer eins" - stellen. Einen weiteren weiblichen Ortschef der Volkspartei könnte es künftig in Maria Lanzendorf (Bezirk Wien-Umgebung) geben. Die ÖVP mit Spitzenkandidatin LAbg. Sissy Roth erreichte die relative Mehrheit (neun von 19 Sitzen). Wenig Freude bei den SPÖ-Bürgermeisterinnen Weniger erfreulich war der Wahltag insbesondere für die SPÖ-Bürgermeisterinnen Traude Eripek in Purkersdorf (Bezirk Wien-Umgebung) mit einem Minus von acht Mandaten (auf nunmehr zwölf von 29), für Christa Vladyka in Bruck a.d. Leitha (Spitzenkandidat war Rainer Windholz, Anm.) mit dem Verlust von vier Sitzen (jetzt 13 von 33) und für Monika Gojkovic-Vojnovic in Lanzendorf (Bezirk Wien-Umgebung), wo ebenfalls die "Absolute" verloren ging (minus drei Mandate auf neun von 19). In Maria Lanzendorf (Bezirk Wien-Umgebung) büßten die Sozialdemokraten mit Helga Wimmer zwei ihrer neun bisherigen Sitze (von 19) und die "Relative" ein. Sehr erfolgreich schlugen sich Traude Dierdorf in Wiener Neustadt (nun 23 statt bisher 22 von 40 Mandaten für die SPÖ) und Waltraud Gruber in Hochwolkersdorf im Bezirk Wiener Neustadt (ein Plus von zwei Sitzen auf nunmehr zwölf von 19). Behauptet haben sich Margreth Buxer in Hundsheim (Bezirk Bruck a.d. Leitha), die wieder zehn von 15 möglichen Sitzen einfuhr und Helga Endler in Kleinneusiedl (Bezirk Wien-Umgebung) mit wie bisher elf von 15. Die absolute Mehrheit weiblicher SPÖ-Bürgermeister erhalten blieb trotz Mandatsverlusten in Oberwaltersdorf (Bezirk Baden), wo LAbg. Helene Auer zwölf Mandate (bisher 14 von 21) erreichte, in Petzenkirchen (Bezirk Melk) - zwölf statt bisher 13 von 19 Sitzen mit Lisbeth Kern als "Frontfrau" - und in Pernitz (Bezirk Wiener Neustadt) - elf statt 14 von 21 Mandaten mit Frieda Rauchegger an der Spitze. In Kottingbrunn holte die SPÖ mit Gerlinde Feuchtl (hatte 1995 noch für die Bürgerliste Inge Weiss kandidiert, Anm.) mit elf von 29 Mandaten die relative Mehrheit. (APA)