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Strache im Vorjahr: Mit einem Fackelzug und einer Kranzniederlegung vor der Krypta am Wiener Heldenplatz begingen national-freiheitliche Burschenschaften den 59. Jahrestag der Kapitulation Hitler-Deutschlands. Im Bild Strache bei seiner Rede.

foto: reuters/STRINGER/AUSTRIA
Wien - FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat am Mittwoch anlässlich des Republiksjubiläums all jener gedacht, "die im vergangenen Jahrhundert durch Massenmord, Vertreibung, Zwangsarbeit und Folter zu Tode gekommen sind". Das 20. Jahrhundert habe für Millionen Menschen "unermessliches Leid und Trauer" bedeutet. Ihnen ein würdiges Andenken zu erhalten, sei die Verantwortung jedes einzelnen Österreichers, so Strache in einer Aussendung.

Kein Platz sei in der heutigen Demokratie "für jegliche Relativierung dieser Menschheitsverbrechen", so Strache weiter.

Aktuelle Aufgabe sei aber nicht nur das Gedenken und Bedenken, "sondern auch aktiv im Rahmen der westlichen Wertegemeinschaft aktuellen Menschenrechtsverletzungen und -verbrechen mit Mut und Zivilcourage entgegenzutreten", so Strache. Konkret nannte er die Kurden, deren Menschenrechte heute noch immer von der Türkei grob verletzt würden. "Aber auch Menschenrechtsverletzungen mächtiger Staaten wie der USA, Russlands oder Chinas dürfen nicht aus ökonomischem Kalkül verschwiegen werden." Straches Resümee: "Allen Opfern von gestern in Würde gedenken, die von heute mutig schützen und die von morgen erst gar nicht möglich machen".

Holocaust einzigartig

In einer zweiten Aussendung fügte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Mittwoch hinzu, dass er jede Relativierung historischer Verbrechen ablehne. "Die Einzigartigkeit des nationalsozialistischen Holocaust ist unbestritten."

Gleichzeit ergänzte Strache: Die Menschheit habe nur wenig dazu gelernt. Er erinnerte an die stalinistischen Greueltaten, den Vietnamkrieg, die Verbrechen der Roten Khmer, die Massaker in Ruanda, die Ereignisse auf dem Balkan und die jüngsten Ereignisse im Irak. (APA)