Die Masche ist einfach und sie wird von dem Gesuchten perfekt durchgezogen: Man eröffne mit einem gefälschten Ausweis mehrere Konten und ködere Schnäppchenjäger mit scheinbar unwiderstehlichen Angeboten. Danach werden die überwiesenen Gelder eingesackt, während die Gefoppten vergeblich auf die versprochene Ware warten. Die Wiener Polizei sucht derzeit intensiv nach dem Unbekannten, der noch immer seinen "Geschäften" nachgeht und seit Februar mindestens 85.000 Euro verdient hat.

Fast

Fast hätten die Handschellen schon zugeschnappt, ärgerte sich ein Beamter der Kriminaldirektion 1: Der Mann war wieder in einer Bank vorstellig geworden, wo man bereits über dessen Machenschaften informiert war und die Polizei verständigte. Argwöhnisch machte sich der Unbekannte aus dem Staub - und ließ dabei einen gefälschten französischen Pass mit dem Namen Gregory B. zurück.

Um etwa zwei Drittel billiger

Der Kriminelle fand seine Opfer problemlos beim Auktionshaus Ebay: Wer bei hochpreisigen Elektronikgeräten mitsteigerte, wurde angemailt und auf das Internet-"Warenhaus" des Betrügers verwiesen, wo das Gesuchte um etwa zwei Drittel billiger angeboten wurde. Die Gier ließ viele Interessenten die gebotene Vorsicht vergessen: Sie überwiesen den Kaufpreis im voraus. Gefoppt wurde auch über Österreichs Grenzen hinaus. Bisher haben sich unter den 150 Geschädigten auch solche aus den USA und Mexiko gemeldet.

Der Gesuchte macht übrigens munter weiter und generiert seine Website immer wieder neu. "Er ist immer noch im Geschäft und läuft in Wien herum.(APA)