Wien - Die BZÖ-Spitze versucht, jeden Anschein einer Differenz in der Schulfrage mit der ÖVP im Keim zu ersticken. Nachdem BZÖ-Bildungssprecherin Mares Rossmann sich tags zuvor noch empört über die Aussage von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) gezeigt hat, wonach für die Einführung des finnischen Schulsystems weiterhin eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig sei, beteuerten BZÖ-Obmann Jörg Haider und Vizekanzler Hubert Gorbach (B) in einer Aussendung ihre Zufriedenheit und Freude mit der Einigung.

So heißt es, dass sich "Gehrer, Gorbach und Haider sehr erfreut" darüber zeigten, dass "95 Prozent aller Schulgesetze nun mit einfacher Mehrheit geändert werden könnten". Das Ergebnis entspreche den Erfordernissen eines modernen Bildungssystems, das flexibel auf die Notwendigkeit der Ausbildung reagiere. In der Aussendung heißt es weiter, "alle drei begrüßen ausdrücklich, dass die unbestrittenen Eckpfeiler des Schulwesens in der Verfassung verankert werden". Es bestehe daher soviel Sicherheit wie notwendig und soviel Flexibilität wie möglich.

"Gehrer, Gorbach und Haider sind einhellig der Meinung, dass Schulmodelle - wie etwa das Kärntner oder das steirische Modell - unter dem Aspekt der Qualität, der Durchlässigkeit und der Evaluierbarkeit - durch diese Novelle mit einfacher Mehrheit umgesetzt werden können", so die Meinung der drei. (APA)