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Der Umstand, dass am Sonntag

Muttertag ist, schlägt sich programmtechnisch höchst ambivalent nieder, wie ein Blick in die Fernsehzeitung mit den Halbbekleideten vorne drauf zeigt. Vorbei scheint die Zeit, in der Heimatfilme und andere Schmonzetten große Kinderaugen und zu Tränen gerührte Mütter vorführten.

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Zwar wird am Sonntag

wahrscheinlich immer noch brav das Frühstück vom Nachwuchs bereitet. Der Hintergrund zum Ständchen könnte allerdings die Motorendröhnung des "Qualifying" stammen, wenn sich Papa das Training für den Grand Prix statt dem Frühschoppen reinzieht. Ausgerechnet der Hausfrauensender MDR verwirrt mit seinem Vormittagsfilm: "Ein Kindermädchen für Papa".

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Andere Sender gedenken jener Zeit,

als die Mutterkreuzverleihung endlich ein Ende fand, des Kriegsendes vor 60 Jahren. Am Abend können die Mamis dann frohlocken. Immerhin gibt es die beiden Punschkrapferl Brat Pitt und George Clooney im selben Film zu bestaunen: Ocean's Eleven.

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Explizit muttertagsaffin

Explizit muttertagsaffin erscheint nur das ZDF: Im Superwunschkonzert gibt es nicht nur Hansi Hinterseers Vierwettertaft-Scheitel (hier im Bild) zu bewundern. Die "Künstler" werden auch Muttertagsanekdoten zum Besten geben, verspricht die Programmzeitung. Arme Mutti.

Klartext spricht später Super RTL, wenn zwei Töchter am "Mörder unserer Mutter" Vergeltung üben. Allein, das dürfte Mutter dann schon eher egal sein. (flu/DER STANDARD; Printausgabe, 7./8.5.2005)

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