Kiew - Einen edlen Zuchthengst haben zwei Ukrainer von seiner Koppel entführt, geschlachtet und als "Rindfleisch" auf einem Wochenmarkt angeboten. Dem Gestüt sei ein Schaden in Höhe von umgerechnet rund 70.000 Schilling entstanden, berichtete die Tageszeitung Fakty am Mittwoch. Die Polizei verhaftete das Duo hinter seinem Marktstand im zentralukrainischen Gebiet Poltawa. Die ländliche Armut hat in der früheren Sowjetrepublik zu einer für Ausländer unvorstellbaren Kleinkriminalität geführt. Viele Bauern nehmen ihr Vieh zum Schutz abends mit in die Hütte. Bronze-Denkmäler werden über Nacht abgesägt und eingeschmolzen. Die Polizei kommt selten in die Dörfer, weil der Sprit für die Streifenwagen fehlt. (APA/dpa)