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Im Familenverband zu lernen, bringt mehr, sagt eine Studie.

Foto: APA
Wien - Jene, die beim Lernen durch Mitglieder der Familie unterstützt werden, sind in der Schule erfolgreicher als jene Buben und Mädchen, die Nachhilfe erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Bildungspsychologen der Universität Wien.

Unterstützung aus der Famile

"Die meiste Zeit, nämlich knapp 70 Prozent, lernen und arbeiten Hauptschüler und Gymnasiasten demnach alleine", erklärte Petra Wagner vom Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie und Evaluation gegenüber der APA. Zu 8,5 Prozent der Arbeitszeit werden sie von einem Familienmitglied unterstützt, zu 2,6 Prozent ist durchschnittlich ein Nachhilfelehrer anwesend.

In einer weiteren Analyse identifizierten Wagner und Mitarbeiter verschiedene Lerntypen und verglichen diese mit dem Lernerfolg. Es zeigte sich, dass jene Schüler, die die intensivste Unterstützung durch Familienmitglieder erhalten, die besten Leistungen bringen, Nachhilfe-Schüler dagegen zeigen die schwächsten.

Keine fachliche Frage

Daraus können man nun nicht den Schluss ziehen, dass Eltern und Geschwister fachlich eine bessere Unterstützung sind als Nachhilfelehrer, betonte Wagner. Die Wissenschafterin vermutet, dass der soziale Hintergrund dabei eine Rolle spielt. Kinder in einem funktionierenden Familienverband, die entsprechende Unterstützung bekommen, werden auch die besseren Schulleistungen haben.

Ein prinzipielles "Ja" zur geplanten Fünf-Tage-Woche in der Schule signalisierte Wagner. Wirklich sinnvoll sei das Ganze aber nur, wenn die Schüler den freien Samstag nicht auch noch zum zusätzlichen Lernen einsetzen, so die Expertin.

Es sollte daher im Zuge der Umstellung auf die Fünf-Tage-Woche auch das Umfeld beachtet und nötigenfalls geändert werden. Hausaufgaben sollten so abgestimmt werden, dass die Schüler über das Wochenende entlastet werden. (APA)