Wien - Der Industrielle Mirko Kovats betonte am Montag in einer Expertendiskussion, dass für die "A-Tec"-Gruppe ein Börsegang "2006 ein Thema ist". Unter dem Dach der "A-Tec"-Gruppe sind namhafte österreichische Industriefirmen (wie ATB, Austrian Energy, Emco, Montanwerke Brixlegg) vereinigt.

Ein Schritt an die Börse sei aber nur eine von mehreren Möglichkeiten für eine künftige Wachstumsfinanzierung für die A-Tec. Alternativ wären Gewinn-Thesaurierung bzw. Privatinvestoren möglich. Eine Präferenz für eine der Optionen lässt Kovats nicht erkennen. "Es ist nicht so schwierig, für ein gutes Investment Finanzpartner zu finden."

Die Börse hätte den Vorteil des Streubesitzes, dabei habe man - anders als bei einem Private-Equity-Investor - nicht nur "einen" Gesprächspartner. Als Nachteil einer Börsenotiz erachtet Kovats hingegen die Erwartung einer Ausschüttung, "denn sonst wird man vom Markt bestraft."

Während Kovats Überlegungen für eine Börsegang der A-Tec als "nicht zwingend" bewertet, steht für ihn für so einen Fall aber prinzipiell schon fest: "Sie können davon ausgehen, dass ich die Kontrolle behalten würde."

Laut Magazin-Informationen wird Kovats - auf Empfehlung von IV-Präsident Veit Sorger - in den Vorstand der Industriellenvereinigung geholt. Der Unternehmer bestätigte gestern Abend hohes Interesse an Einflussnahme im Industriegeschehen des Landes. "Ich will was bewegen für den Industriestandort." (APA)